Die Polizei von Mumbai hat den pensionierten stellvertretenden Sub-Inspektor Sanjay Jagtap wegen der mutmaßlichen Genehmigung eines Passantrags auf Basis gefälschter Dokumente im Jahr 2023 festgenommen. Der Fall betrifft einen berüchtigten Drogenstraftäter, der nach Erhalt des Passes aus dem Land floh. Drei weitere Personen wurden zuvor im Zusammenhang mit dem Betrug festgenommen.
In Dahisar, Mumbai, nahm die Polizei Sanjay Jagtap, einen pensionierten stellvertretenden Sub-Inspektor, am 5. November 2023 fest, kurz nach seiner Pensionierung am 31. Oktober. Jagtap, der damals als Oberkonstabler in der Passüberprüfungsabteilung tätig war, wird beschuldigt, einen Passantrag ohne ordnungsgemäße Überprüfungen genehmigt zu haben. Er wurde am 7. November nach zwei Tagen Polizeihaft in gerichtliche Haft überstellt.
Der Hauptangeklagte, Rajendra alias Rajender alias Jinder Guru Vachansingh, stand in mehreren Drogenfällen in Punjab, Haryana und Rajasthan vor Gericht, mit einer Verurteilung in einem davon. Im Jahr 2023 auf medizinische Gründe hin freigelassen, zog er nach Mumbai und mietete in Dahisar eine Unterkunft mit seiner Frau Baljit Kaur und ihrer siebenjährigen Tochter. Mit Hilfe von Satish Dhakane, Nilesh Tiwari und Pankaj Kumar Singh – die zuvor festgenommen wurden – verschaffte sich Vachansingh gefälschte Dokumente, darunter eine Aadhaar-Karte vom Jahr 2021, obwohl er zu diesem Zeitpunkt im Gefängnis in Punjab war. Mit diesen beantragte er 2023 Pässe für sich, seine Frau und seine Tochter.
Der Betrug kam ans Licht, nachdem Vachansingh die Pässe erhalten und Indien verlassen hatte. Die Polizei von Haryana stieß bei der Abfangung einer 4-Kilogramm-Heroinlieferung und der Festnahme zweier Personen auf Vachansinghs Beteiligung an internationalem Drogenhandel während der Vernehmung. Ihre Ermittlungen deckten den in Mumbai ausgestellten Pass auf, was sie dazu veranlasste, die Polizei in Dahisar zu alarmieren. Im März 2023 wurde gegen die vier eine Anklage unter IPC-Abschnitten 420 (Betrug), 465, 467, 468, 471 und 120(B) sowie Abschnitt 12 des Passgesetzes von 1967 erhoben.
Ein Polizeibeamter wies auf die Ironie des Datums der gefälschten Papiere aus dem Jahr 2021 hin und betonte den Mangel an Überprüfung. Dieser Vorfall unterstreicht die Schwachstellen in den Prozessen zur Prüfung von Dokumenten.