Sam Raimi kehrt zu seinen Horror-Wurzeln zurück mit Send Help, einem düster-komischen Thriller mit Rachel McAdams als fähiger Angestellter und Dylan O’Brien als ihrem arroganten Chef, die gemeinsam auf einer unbewohnten Insel nach einem Flugzeugabsturz überleben müssen. Der Film kehrt Machtverhältnisse um in einer verdrehten Geschichte von Rollentausch und ekligem Humor. Kritiken loben seine unvorhersehbare Energie trotz Ähnlichkeiten zu anderen jüngsten Satiren.
In Send Help, inszeniert von Sam Raimi, wird die Firmenrechnerin Linda Liddle, gespielt von Rachel McAdams, von ihrem selbstgefälligen Chef Bradley Preston, dargestellt von Dylan O’Brien, bei einer Beförderung übersehen. Halb ahnend ihrer Expertise lädt Bradley sie zu einer Geschäftsreise nach Thailand ein, doch ihr Privatjet stürzt in einem gewaltigen Sturm ab und tötet alle anderen auf grausame Weise. Die beiden landen auf einer unbewohnten Insel, wo Lindas Überlebensfähigkeiten – geschult durch ihre Begeisterung für die TV-Show Survivor – ihr die Oberhand gegenüber dem verletzten und berechtigten Bradley verschaffen. Raimi, bekannt für Evil Dead und Drag Me to Hell, durchdringt den Film mit gonzohafter Energie und übertriebenem Gore, einschließlich eiternder Wunden, Augenausstechungen und einem computeranimierten Wildschweineangriff. Das Drehbuch von Damian Shannon und Mark Swift betont unvorhersehbare Motive, die von vorgetäuschter Höflichkeit zu einem abwegigen Krieg zwischen den Kollegen eskalieren. McAdams liefert eine dramatische Verwandlung von der unscheinbaren Angestellten zur emanzipierten Überlebenden, während O’Brien Bradley als taktlos und privilegienerblind darstellt, der Linda sagt, er sehe „keinen Wert“ in ihr. Auf den Stränden Thailands gedreht, hat die Produktion Cast und Regisseur zusammengeschweißt. O’Brien, der für eine bösere Darstellung von Bradley plädierte, erinnert sich, wie Raimi ihn mit einer Papiertüte über dem Kopf begrüßte und Witze über das Essen eines echten Käfers für eine Szene machte. „Er sagte zu mir: ‚Es scheint, als ob die Leute heutzutage so besorgt sind, gut auszusehen oder sympathisch zu wirken. Ich finde das so einschränkend‘“, teilt McAdams über O’Briens Ansatz. Raimi bemerkt den Sympathie-Konflikt, kreditiert aber O’Brien dafür, es funktionieren zu lassen: „Er hatte so recht!“ Der 113-minütige R-bewertete Film mit Musik von Danny Elfman wird mit Triangle of Sadness wegen seiner Klassensatire verglichen, spricht aber B-Movie-Fans mit ekligem Humor und Ablehnung von Romanze-Klischees an. Produziert von 20th Century Studios, markiert Send Help Raimis ersten Originalfilm seit 17 Jahren und startet am 31. Januar 2026 in den Kinos, nach einer Vorführung in Burbank, Kalifornien, am 14. Januar.