Die Horrorfimadaption des Indie-Spiels Iron Lung hat einen starken Kinostart hingelegt und 21,5 Millionen Dollar am Eröffnungswochenende eingespielt – bei einem Budget von 3 Millionen Dollar. Geschrieben, inszeniert und mit YouTuber Markiplier in der Hauptrolle, unterstreicht der Film das Potenzial für transmediale Erfolge kleinerer Spiele. Er landete auf Platz zwei der US-Charts, nur hinter Sam Raimis Send Help.
Der Film Iron Lung, inspiriert vom Indie-Horrorspiel von David Szymanski aus dem Jahr 2022, startete trotz bescheidener Produktion mit beeindruckenden Zahlen. Auf ausgewählter globaler Leinwand spielte er allein in den USA 17,8 Millionen Dollar ein und sicherte sich Platz zwei der heimischen Kinolisten hinter Sam Raimis Horrorfilm Send Help. Mark Fischbach, besser bekannt als Markiplier bei seinen 38,2 Millionen YouTube-Abonnenten, war maßgeblich am Erfolg des Projekts beteiligt. Nachdem er das Originalspiel in seiner Community populär gemacht hatte, übernahm Fischbach Drehbuch, Regie und Hauptrolle. Die Produktion begann 2023, die Dreharbeiten endeten 2024. Die Handlung spiegelt die Spielprämisse wider: Ein Pilot manövriert ein verfallenes U-Boot durch einen Blut-Ozean auf einem fernen Mond in einer posthumanen Welt. Das Ursprungsspiel, 2022 auf Steam erschienen, verkaufte sich rund 310.000 Mal und wurde später für Nintendo Switch und PlayStation 5 portiert. Die Leistung dieser Adaption ist zwar stark für ein Indie-Projekt, verblasst jedoch im Vergleich zu Großtiteln wie Five Nights at Freddy's, das mit 80 Millionen Dollar startete, aber von einer größeren Fanbase und höheren Kosten profitierte. Der Erfolg weist auf wachsende Chancen für Videospielverfilmungen hin, insbesondere bei Nischentiteln. Weitere Indie-Adaptionen in Arbeit sind Dredge und Poppy Playtime. Bei letzterem lobte George Krstic von Mob Entertainment die Zusammenarbeit mit Legendary und hob das 'tiefe Verständnis und die Sorgfalt für das geistige Eigentum' des Studios hervor.