Der Schottische Fußballverband hat von der FIFA die Erlaubnis erhalten, dass Anhänger traditionelle Sporrans zu ihren Kilts bei den Spielen der WM 2026 in den USA tragen dürfen. Diese Vereinbarung adressiert Bedenken hinsichtlich der Stadionsicherheitsbeschränkungen für Taschen. Tausende Fans, bekannt als Tartan Army, werden bei Schottlands Spielen in Gruppe C erwartet.
Schottlands Anhänger können nun ihre traditionelle Kleidung voll auskosten bei der bevorstehenden FIFA-WM. Am 25. Februar 2026 gab der Schottische Fußballverband (SFA) bekannt, eine Einigung mit der FIFA erzielt zu haben, die Sporrans – die Fell- oder Lederbeutel, die zu Kilts getragen werden – in Stadien zu erlauben, trotz anfänglicher Konflikte mit US-Sicherheitsprotokollen. Das Turnier 2026, das von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird, läuft vom 11. Juni bis 19. Juli und umfasst ein erweitertes Teilnehmerfeld von 48 Teams. Schottland, das erstmals seit 1998 antritt, ist in Gruppe C mit Brasilien, Marokko und Haiti gelost. Das Team spielt zwei Partien in Boston und eine in Miami. Die Qualifikation gelang durch einen 4:2-Sieg über Dänemark im Hampden Park im November 2025. Stadionregeln beschränken Taschen auf durchsichtige Plastiktaschen bis maximal 30 x 30 x 15 cm oder kleine undurchsichtige bis 11,5 x 16,5 cm – etwa die Hälfte der Größe eines typischen Sporrans. Kilts haben keine Taschen, weshalb der Sporran essenziell für Gegenstände wie Tickets ist. Ohne Ausnahme hätten Fans sie in externen Schließfächern abgeben oder ganz darauf verzichten müssen. „Die FIFA hat bestätigt, dass Sporrans nach den üblichen Durchsuchungs- und Inspektionsverfahren in die Stadien mitgenommen werden dürfen und wird weiter mit dem Schottischen FA zusammenarbeiten, um das Matchday-Personal für den Empfang der Fans in Boston und Miami zu schulen“, sagte SFA-Sprecher Graeme Thewliss. Tartan-Army-Veteran Hamish Husband betonte die kulturelle Bedeutung: „Der Sporran ist Teil unserer Uniform... Wenn wir irgendwo auf der Welt ankommen, sind Kilt und Sporran ein Zeichen der Freundschaft.“ Der SFA führt Gespräche mit den Gastgebern fort, um eine einladende Atmosphäre zu gewährleisten, ähnlich wie bei globalen Erfahrungen. In der Zwischenzeit wird die Schottland-Auswahl maßgeschneiderte Anzüge statt Kilts tragen, eine Abkehr vom Look beim Turnier 1998.