Am 21. November 2025 nahmen Tausende Südafrikaner an landesweiten Protesten teil, die dringende Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide forderten, zeitgleich mit der Erklärung der Regierung, die Krise zum nationalen Katastrophenfall zu erklären. Die Demonstrationen hoben erschreckende Statistiken hervor, darunter mindestens 15 ermordete Frauen und 117 Vergewaltigungen täglich. Die Demonstranten hielten um Mittag 15 Minuten inne, um die Dringlichkeit zu unterstreichen.
Die nationale Lähmung am Freitag, 21. November 2025, sah Frauen und Männer in ganz Südafrika auf die Straßen gehen, um gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide (GBVF) zu protestieren, zeitlich abgestimmt kurz vor den G20-Treffen in Johannesburg. Die Teilnehmer wollten die alarmierenden GBVF-Raten im Land hervorheben und darauf drängen, sie als nationalen Notfall zu behandeln. Jeden Tag werden mindestens 15 Frauen ermordet und 117 Vergewaltigungen gemeldet, so die Organisatoren der Proteste.
Am Vorabend, dem 20. November, hatte Präsident Cyril Ramaphosa GBVF zur nationalen Krise erklärt. Dies folgte einer Petition der Zivilgesellschaftsgruppe Women for Change, die über eine Million Unterschriften für die Erklärung sammelte. Am Protesttag selbst klassifizierte Dr. Bongani Sithole, Leiter des National Disaster Management Centre, GBVF als nationale Katastrophe gemäß Abschnitt 23 des Disaster Management Act von 2002. Der Minister für Kooperative Governance und Traditionelle Angelegenheiten, Velenkosini Hlabisa, begrüßte den Schritt und betonte, dass er bestehende Mechanismen wie das Interministerielle Komitee für GBVF und die Erweiterung der Thuthuzela Care Centres stärkt, ohne Notstandsvollmachten oder neue Vorschriften auszurufen.
Protest in Städten wie Johannesburg und Ekurhuleni, berichtet von Our City News. Ein eindrucksvoller Fall war der von Gaby Ndaba, die 2023 in Boksburg ermordet wurde; ihre Familie sucht weiterhin Gerechtigkeit, da polizeiliche Ermittlungen andauern. Die Erklärung baut auf der nationalen Krisenbezeichnung von 2019 auf, unterscheidet sich jedoch in den Konsequenzen – keine Notfallmittel oder vereinfachte Bürokratie werden automatisch ausgelöst.
Der National Council for the National Strategic Plan on GBVF (2020-2030) ist 2025 weiterhin nicht einsatzbereit. Die Ministerin für Frauen, Jugend und Menschen mit Behinderungen, Sindiswe Chikunga, erklärte, dass Maßnahmen ergriffen werden, um ihn bis April 2026 einzurichten, wobei das Finanzministerium Mittel zuweist. Sie betonte die Bekämpfung der Ursachen wie Gemeindegewalt und die Förderung positiver Männlichkeit gegen das allgegenwärtige Problem.