Der Richter am Obersten Gerichtshof (STF), André Mendonça, ordnete am Samstag (11.) die Beschlagnahmung des Reisepasses von Thiago Miranda an, dem Eigentümer der Agentur Mithi, der vom Bankier Daniel Vorcaro für das Krisenmanagement der Banco Master beauftragt wurde.
Die vertrauliche Entscheidung wurde dem Blatt Folha durch die Pressestelle des STF bestätigt. Mendonça fungiert als Berichterstatter in den Fällen, die mutmaßlichen Betrug bei der Banco Master betreffen.
Miranda war am Donnerstag (9.) Ziel einer Operation der Bundespolizei, bei der Mobiltelefone und elektronische Geräte in seinem Wohnsitz beschlagnahmt wurden. Die Ermittlungen richten sich gegen eine koordinierte Aktivität in sozialen Netzwerken, die darauf abzielte, die Glaubwürdigkeit der Zentralbank zu untergraben.
Der Abgeordnete Lindbergh Farias (PT-RJ) hatte am Vortag die Anordnung einer elektronischen Fußfessel, die Beschlagnahmung des Reisepasses sowie ein Reiseverbot gefordert. Dialoge aus dem Jahr 2025, auf die die Bundespolizei Zugriff erlangte, zeigen Versuche von Miranda und Vorcaro, die Journalistin Malu Gaspar zu behindern, sowie die Anforderung eines Dossiers gegen den CEO der Itaú Unibanco, Milton Maluhy Filho.
Die Verteidigung von Miranda erklärte, er weise jegliche Rechtswidrigkeit kategorisch zurück und sein berufliches Verhalten sei stets von Gesetzmäßigkeit und Transparenz geleitet gewesen.