Das schwedische Herrencurling-Team Lag Edin ist nach einer 3:7-Niederlage gegen Deutschland aus den Olympischen Spielen in Cortina ausgeschieden. Das Team hat nur einen Sieg aus sechs Round-Robin-Matches und kann die Halbfinals nicht erreichen. Skip Niklas Edin nannte es schwer und erwähnte, dass ein Streit mit Kanada ihre Leistung beeinflusste.
Das schwedische Herrencurling-Team kam zu den Olympischen Spielen in Cortina als einer der heißesten Goldanwärter, doch das Turnier ist zu einem Fiasko geworden. Das Team aus Niklas Edin, Oskar Eriksson, Rasmus Wranå und Christoffer Sundgren hat nur einen Sieg in sechs Matches. Der Ausschluss wurde mit einer 3:7-Niederlage gegen Deutschlands Team Marc Muskatewitz bestätigt, obwohl noch drei Round-Robin-Spiele ausstehen. n nSkip Niklas Edin, amtierender Olympiasieger und bei seinen fünften Spielen in Folge, sagte: „Wir haben unser Niveau überhaupt nicht erreicht. Im Nachhinein waren wir nicht mal nah dran. Es fühlt sich sehr schwer an.“ Er wies auf die Niederlage gegen die USA am Sonntag als Wendepunkt hin, als die Luft aus dem Team entwich. Der öffentlichkeitswirksam ausgetragene Streit mit Kanada raubte ebenfalls Energie: „Es gab viel Aufregung um das, was gegen Kanada passiert ist. Leider hat es viel Energie gekostet. Ich glaube, es hat uns den Schlaf geraubt. Das hat sich in den Matches gezeigt.“ n nHistorisch haben Edins Teams bei Olympia stark abgeschnitten: Vierter in Vancouver 2010, gefolgt von Bronze, Silber und Gold. Edin, wahrscheinlich bei seinem letzten Olympia 2026, nennt Verletzungen als Faktor für die Zukunft: „Es ist schwer, vier Jahre vorauszuplanen. Ich hatte in den letzten Jahren viele Verletzungen.“ Nach der Niederlage sagte er: „Gerade jetzt wirken die nächsten Olympia weit entfernt. Aber man sollte nicht einkaufen, wenn man am hungrigsten ist.“ n nDas Team konzentriert sich nun auf die Weltmeisterschaften in Ogden, Utah, vom 27. März bis 4. April, mit dem Ziel des achten Goldes. „Wir müssen uns für die WM neu sammeln und das hinter uns lassen“, sagte Edin. Eine Analyse in Dagens Nyheter deutet auf das Risiko hin, dass das Team nach der WM auseinandergeht, angesichts früherer Olympia-Platzierungen 4.–3.–2.–1. und nun null in Cortina.