Ein 18-jähriger Jugendlicher im Bundesstaat Edo wurde festgenommen, weil er angeblich seinen 12-jährigen Cousin entführt und in einem Ritualmord getötet haben soll. Der Junge wurde für Lösegeld festgehalten, aber nie freigelassen; sein Leichnam wurde später in einem Brunnen gefunden und lebenswichtige Organe entnommen. Die Polizei hat Behauptungen bestritten, dass die Verdächtigen freigelassen wurden, und bestätigt, dass sie in Haft auf Anklageerhebung warten.
In der Obagie-Community, im Egor Local Government Area des Bundesstaats Edo, ereignete sich am 16. September 2025 ein tragischer Vorfall, als der 18-jährige Tega Emajuwa angeblich seinen 12-jährigen Cousin Emiliano Egwunbare entführte. Emajuwa, der seit mehreren Monaten bei den Eltern des Jungen lebte, führte die Tat mit zwei Komplizen aus: dem 20-jährigen Edugie Destiny und dem 23-jährigen Osayande Vincent. Die drei erhoben Lösegeld von der Familie, setzten das Opfer aber nicht frei.
Die Polizei wurde nach der Lösegeldzahlung eingeschaltet. Durch Aufklärungsarbeit wurde Emajuwa aufgespürt und festgenommen; er gestand die Tat eine Woche später. Sein Geständnis führte zur Festnahme von Destiny und Vincent. Die Verdächtigen gaben zu, dass sie Emilianos Leichnam in einem Brunnen in der Obagie-Community versenkt hatten, wo angeblich lebenswichtige Organe entnommen wurden.
Der Fall wurde zunächst bei der Ogida-Polizeidienststelle gemeldet und an die Anti-Entführungs- und Cyberkriminalitäts-Einheit in Benin zur Untersuchung übergeben. Der Leichnam wurde geborgen, abtransportiert und in die Leichenhalle des University of Benin Teaching Hospital zur Obduktion gebracht.
Die stellvertretende Sprecherin des Edo Police Command, ASP Eno Ikoedem, bestätigte die Festnahmen und die Geständnisse der Verdächtigen. Sie kommentierte ein virales Social-Media-Video, in dem die Mutter des Opfers behauptete, die Verdächtigen seien aus der Haft entlassen worden. «Das Edo State Police Command möchte kategorisch festhalten, dass diese Behauptung falsch, irreführend und unbegründet ist», sagte Ikoedem. Die Verdächtigen wurden am 16. Oktober 2025 vor Gericht gestellt und in Untersuchungshaft genommen, wobei die Mutter bei den Verfahren anwesend war.