Ein kolumbianisches Gericht hat drei FARC-Dissidenten zu Gefängnisstrafen verurteilt für den Hinterhalt, bei dem 2022 sieben Polizeibeamte in ländlicher Gegend bei Neiva getötet wurden. Der Angriff, kurz nach dem Amtsantritt von Gustavo Petro, zielte darauf ab, Druck für Vorteile im Rahmen der 'Totalen Friedens'-Politik auszuüben. Die Urteile signalisieren eine Haltung gegen Straffreiheit.
Das Massaker ereignete sich Anfang September 2022, als eine Gruppe von FARC-Dissidenten unter der Führung des Aliases 'Iván Mordisco' einen Polizeikonvoi auf der Straße zwischen Neiva, der Hauptstadt von Huila, und dem Corregimiento San Luis überfiel. Die Beamten wurden mit Sprengstoffen und Gewehrfeuer angegriffen, wobei die Intendentes Wilson Jair Cuéllar Losada und Luis Alberto Sabí Gutiérrez; die Patrouilleure Duverney Carreño Rodríguez und Jhon Fredy Bautista Vargas; sowie die Hilfskräfte Santiago Gómez Endes, Cristian Ricardo Cubillos Borbón und Arlex Mauricio Pascuas Figueroa getötet wurden.
Die Ermittlungen der Behörden identifizierten mehrere Beteiligte am Hinterhalt, der darauf abzielte, Unruhe zu stiften und Druck für Zugeständnisse im Rahmen der 'Totalen Friedens'-Politik von Präsident Gustavo Petro auszuüben. Drei wurden verurteilt: Edwin Collo Dagua, Alias 'Guajiro', zu 27 Jahren und 4 Monaten Haft; José Eléicer Ramírez Castaño, Alias 'Mauricio' oder 'El Gordito', zu 25 Jahren und 10 Monaten; und Claudia Daniela Jaramillo Obando, Alias 'Juliana', zu 23 Jahren und 7 Monaten.
Obwohl die Strafen angesichts der heimtückischen und grausamen Natur der Tat härter hätten ausfallen können, markieren sie einen Fortschritt gegen Straffreiheit bei Angriffen auf öffentliche Kräfte. Das Ereignis schockierte Huila und das Land und signalisierte einen turbulenten Start in die Petro-Ära. Die Familien der Opfer finden Trost in diesen Urteilen, doch die Behörden müssen ihre Bemühungen intensivieren, um die verbleibenden Täter und Drahtzieher zu fassen und volle Gerechtigkeit zu erreichen.