Tommy Fleetwood beendete jahrelange Beinahesiege mit dem Gewinn der 2025 Tour Championship auf East Lake und sicherte sich nach 163 Starts seinen ersten PGA-Tour-Sieg. Der Durchbruch krönte eine herausragende Saison mit starker Ryder-Cup-Leistung und einem DP-World-Tour-Titel. Fleetwoods Weg von den Wurzeln in Southport unterstreicht seine Resilienz und wachsende Härte auf der Bahn.
Tommy Fleetwoods Profi-Golfkarriere erreichte 2025 einen Wendepunkt, als er beim Tour Championship 29 Konkurrenten besiegte und seinen lang ersehnten ersten PGA-Tour-Sieg holte. Zuvor war der Engländer 12 Mal unter den ersten Drei gelandet, ohne zu siegen, darunter schmerzhafte Beinahesiege beim Travelers Championship und FedEx St. Jude Invitational. Beim Travelers kostete ein Bogey auf Loch 72 die Führung und einen Playoff-Platz; sieben Wochen später bei St. Jude führte er noch mit drei Löchern zu spielen, brach aber ein und verpasste den Playoff um einen Schlag. Der Sieg auf East Lake, nur zwei Wochen nach der St. Jude-Enttäuschung, erntete breite Anerkennung. Tiger Woods postete auf X: „No one deserves it more.“ Fleetwoods Putting-Coach Phil Kenyon nannte es „f–king amazing“ und sprach von Erleichterung, die „Affe von seinem Rücken“ zu bekommen. Der Triumph katapultierte Fleetwood auf Karrierehöchstplatz 3 der Weltrangliste und machte ihn zum regierenden FedEx-Cup-Champion. Fleetwoods Saison 2025 umfasste auch eine Hauptrolle beim Ryder Cup auf Bethpage, wo er für Team Europe 4-1 ging und in Strokes Gained an der Spitze aller Teilnehmer lag. Im September gewann er die DP World India Championship auf der DP World Tour. Zurückblickend betonte Fleetwood Konsistenz statt radikaler Änderungen: „Ergebnisse sind zufällig, aber Konsistenz ist entscheidend.“ Sein Umgang mit Rückschlägen beinhaltete Medieninterviews nach der Runde als Therapie. „Wenn du die Höhen nimmst, musst du auch die Tiefschläge einstecken“, sagte er und dankte Sportpsychologen Bob Rotella für Achtsamkeitsübungen. Mitprofi Rory McIlroy hob Fleetwoods Entwicklung eines „kleinen Edges“ hervor, der seine empathische Natur ergänzt. In bescheidenen Verhältnissen in Southport, England, von Eltern Sue, Friseurin, und Pete, Bauarbeiter, aufgewachsen, zeigte Fleetwood früh Talent. Mit sechs Jahren nannten Lokalblätter ihn den „Southport Starlet“. Trainer wie Alan Thompson und Jim Payne lobten sein außergewöhnliches Talent und Engagement. Nun in Dubai ansässig, träumt Fleetwood vom 2026 Open Championship auf Royal Birkdale, seiner Heimatbahn. Der Sieg vor seinem Sohn Frankie erfüllte ein persönliches Ziel und unterstrich Fleetwoods Fokus auf Momente jenseits von Trophäen.