Das US-Handelsministerium hat eine landesweite Untersuchung zu Solarzellen und -modulen eingeleitet, die aus Äthiopien importiert werden. Dieser Schritt folgt auf eine Petition US-amerikanischer Hersteller vom Mai 2026, in der die Umgehung von Zöllen auf chinesische Produkte geltend gemacht wird.
Die Petition wurde von acht US-Solarherstellern eingereicht, darunter First Solar, Qcells und Suniva. Sie nennt zwei äthiopische Firmen, Toyo Solar Manufacturing und Origin Solar Manufacturing, die angeblich chinesische Wafer zu Zellen und Modulen verarbeiten. Schätzungen zufolge enthalten etwa 70 Prozent der Waren mit Zöllen belegte chinesische Komponenten. Die US-Importe äthiopischer Solarprodukte stiegen von nahezu null vor Juli 2025 auf 277 Millionen US-Dollar bis Ende jenes Jahres. Der Anstieg setzte sich im Jahr 2026 fort. Tim Brightbill, leitender Rechtsbeistand der Petenten, erklärte, dass die Untersuchung ein deutliches Signal gegen die wiederholte Umgehung von Handelsgesetzen setze. Die genannten äthiopischen Unternehmen haben die Vorwürfe zurückgewiesen und Informationen vorgelegt, die die Einhaltung der Vorschriften belegen sollen. Das Handelsministerium erwartet eine vorläufige Entscheidung am 10. Dezember 2026 und ein endgültiges Urteil bis zum 10. Mai 2027. Dies ist die fünfte Untersuchung dieser Art bezüglich der Umgehung von Solarzöllen.