US-Präsident Donald Trump führt ab Freitag neue Zölle von bis zu 12,5 Prozent auf Importe aus 60 Ländern ein. Die EU ist ebenso betroffen wie Taiwan, Japan und die Schweiz. Die US-Regierung begründet den Schritt mit unzureichenden Maßnahmen gegen Zwangsarbeit.
Die neuen Zölle treten am Freitag um 6.01 Uhr deutscher Zeit in Kraft. Sie ersetzen die bisherigen Sonderzölle, die nach einer Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof im Februar verhängt worden waren und nun auslaufen. Das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer teilte mit, die betroffenen Staaten hätten Verbote von Waren aus Zwangsarbeit nicht ausreichend durchgesetzt.
Trump stützt sich auf Paragraf 301 des Handelsgesetzes von 1974. Dieser erlaubt Sanktionen gegen Länder mit als ungerechtfertigt eingestuften Handelspraktiken. Je nach Partner ergeben die Untersuchungen Zollsätze von 10 oder 12,5 Prozent, wie die Mitteilung der US-Regierung ausführt.
Ausgenommen sind Produkte, die bereits auf einem Schiff sind oder vor dem 28. Juli abgefertigt werden. Für Stahl und Aluminium gelten weiterhin höhere sektorspezifische Zölle. Die EU hatte im August 2025 mit Trump den sogenannten Turnberry-Deal geschlossen, um einen Handelskrieg abzuwenden.