Das von der Kongresspartei geführte UDF sicherte sich 99 Sitze bei den Wahlen zur gesetzgebenden Versammlung in Kerala 2026 und beendete damit die zehnjährige Herrschaft der LDF. Die regierende LDF gewann 35 Sitze, während die NDA 3 Sitze errang. Dies markiert einen Machtwechsel nach zehn Jahren.
In der 140 Sitze umfassenden Versammlung von Kerala sicherte sich das von der Kongresspartei geführte UDF laut Aaj Tak in der letzten Auszählungsphase 99 Sitze. Die regierende LDF kam auf 35, das BJP-geführte NDA gewann 3 Sitze. Indian Express berichtete, die LDF sei auf 34 Sitze geschrumpft, während The Hindu das UDF bei 97 Sitzen sah.
Der amtierende Chief Minister Pinarayi Vijayan gewann Dharmadam in Kannur mit über 8.000 Stimmen Vorsprung, doch mehrere Minister und hochrangige Parteikader verloren ihre Mandate. Der LDF-Koordinator T. P. Ramakrishnan verlor in Perambra (Kozhikode). Indian Express zufolge hat die LDF Schwierigkeiten, einen Oppositionsführer zu bestimmen, da die meisten Kabinettsmitglieder bei der Wahl unterlagen.
Kongress-Politiker Shashi Tharoor erklärte: "Der Kongress verfügt in Kerala über ein solches Übermaß an Talent", und fügte hinzu, die Entscheidung über den nächsten Chief Minister werde nach einer Beratung mit den Abgeordneten zeitnah getroffen. Die BJP gewann die Wahlkreise Nemom und Kazhakootam in Thiruvananthapuram sowie einen dritten Sitz in Chathannoor (Kollam).
CPI(M)-Generalsekretär M. A. Baby wies die Vorwürfe des Kongresses bezüglich einer Zusammenarbeit mit der BJP als "gezieltes" Narrativ zurück. Das UDF wertete das Ergebnis als eine Ablehnung der bürgerfeindlichen Politik der LDF. Erstmals seit 1977 regieren die Linksparteien in keinem Bundesstaat mehr.