Das Herren-Eishockeyturnier bei den Olympischen Winterspielen 2026 begann in Mailand mit starken Auftritten der Underdogs Slowakei und Italien gegen Favoriten. Die Slowakei besiegte Finnland 4:1, das Gastgeberland Italien unterlag Schweden nur knapp 3:2. Die Schweiz feierte zudem einen 4:0-Shutout-Sieg gegen Frankreich.
Das Herren-Eishockeyturnier der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 startete am Mittwoch, den 11. Februar, in Mailand mit drei Gruppenspiel-Partien, die die frühe Action prägten. In Gruppe B setzte sich das slowakische Team gegen das finnische Team mit 4:1 durch, wobei Stürmer Juraj Slafkovsky von den Montreal Canadiens doppelt traf. Torwart Samuel Hlavaj, ein Prospect der Minnesota Wild in der American Hockey League, parierte 39 Schüsse und sicherte den Sieg. Der slowakische Trainer nannte sein Team gefährliche Underdogs, die ihre Worte auf dem Eis untermauerten. Das Gastgeberteam Italien ohne NHL-Spieler in der Aufstellung forderte den Gruppenfavoriten Schweden in einer 3:2-Niederlage heraus. Schwedens Filip Gustavsson von den Minnesota Wild begann im Tor, ließ aber zwei Tore bei den ersten vier Schüssen zu. Trainer Sam Hallam plante, bei seinem Starter für das nächste Spiel gegen Finnland am Freitag zu bleiben, doch der holprige Start warf Fragen auf, ob man zu Jacob Markstrom von den New Jersey Devils greifen könnte. Italiens Damian Clara, ein Anaheim Ducks-Prospect, hielt sein Team lange im Spiel, bis er mit einer scheinbaren Beinverletzung in der 6:08 der dritten Periode das Eis verließ. In Gruppe A setzte sich das Schweizer Team gegen das französische Team mit 4:0 durch, Verteidiger Roman Josi sprach nach dem Spiel über den Sieg. Finnland brachte gegen Hlavaj nur ein Tor zustande, einen Tap-in von Eeli Tolvanen, trotz 40 Schüssen. Stürmer Sebastian Aho nannte Verbesserungspotenziale: „Wir müssen besser sein, wenn wir den Puck am Stock haben, um zu treffen. Vielleicht könnten wir den Torwart besser umspielen. Wir versuchen, daraus zu lernen, und hoffen, mehr Tore aus den Chancen zu machen, die wir in diesem Spiel hatten, für den weiteren Turnierverlauf.“ Die Trainer sorgten für Spannung, indem sie die Aufstellungen geheim hielten: Schweden enthüllte seinen Starter erst 90 Minuten vor Puck-Drop, Kanada und Tschechien führten geschlossene Trainings durch.