UNESCO-Generaldirektor Khaled El-Enany äußerte tiefe Besorgnis über den Hochhausentwicklungsplan Seouls in der Nähe des Jongmyo-Schreins während eines Treffens mit Korea Heritage Service-Direktor Huh Min in Paris. Er forderte ein Versprechen, keine Hochhäuser zu bauen, bis eine Trägerwirkungsbewertung abgeschlossen ist. Die beiden diskutierten auch die Vorbereitungen für die bevorstehende Sitzung des UNESCO-Welterbekommitees in Busan.
Am 27. November 2025 traf sich in Paris UNESCO-Generaldirektor Khaled El-Enany mit Huh Min, Direktor des Korea Heritage Service (KHS), und äußerte tiefe Besorgnis über den Hochhausentwicklungsplan Seouls in der Nähe des Jongmyo-Schreins. Huh sagte Journalisten: „Er hat das Thema angesprochen und tiefe Besorgnis über den Plan geäußert.“ Er fügte hinzu: „Er bat uns, zu versprechen, keine Hochhäuser zu bauen, bis eine Trägerwirkungsbewertung abgeschlossen ist.“
Zuvor hatte das UNESCO-Welterbezentrum ein offizielles Schreiben an die Stadt geschickt, in dem es vor jedem Bau eine Heritage Impact Assessment empfahl und warnte, dass der Plan die Integrität des historischen Komplexes gefährden könnte. Der Jongmyo-Schrein ist ein heiliger Ort, der die Ahnentafeln der königlichen Familie der Joseon-Dynastie (1392–1910) beherbergt und symbolische Bedeutung als eines der ersten UNESCO-Welterbestätten Koreas hat, die 1995 ausgewiesen wurde.
Huh erläuterte die Bemühungen der südkoreanischen Regierung zur Erhaltung des Welterbe-Status von Jongmyo, und El-Enany versprach seine Unterstützung. Die beiden diskutierten auch die Vorbereitungen für die 48. Sitzung des UNESCO-Welterbekommitees, die im Juli 2026 in der südöstlichen Stadt Busan stattfinden soll. Etwa 3.000 Teilnehmer, darunter Delegationen aus 196 Vertragsstaaten, internationale Organisationen und NGOs, werden erwartet. Laut Huh äußerte El-Enany hohe Erwartungen an Koreas erste Gastgeberschaft eines UNESCO-Treffens und versicherte volle Unterstützung für die Vorbereitungen.
Dieser Austausch unterstreicht die internationale Aufmerksamkeit für den Schutz des kulturellen Werts von Jongmyo inmitten von Spannungen zwischen Entwicklung und Erhalt.