Ein 53-jähriger Arzt am Universitätskrankenhaus Tokyo wurde verdächtigt, etwa 700.000 Yen an Bestechungsgeldern von einem ehemaligen Führungskraft eines Medizintechnikunternehmens angenommen zu haben, festgenommen. Die Zahlungen sollen im Austausch für die Priorisierung der Geräte des Unternehmens erfolgt sein. Die Polizei geht davon aus, dass sie ein Spendensystem für Forschungsunterstützung missbraucht haben.
Die Metropolitan Police Department in Tokyo hat Takehiro Matsubara, einen 53-jährigen Arzt in der Abteilung für Notfall- und Intensivmedizin am Universitätskrankenhaus Tokyo, am 19. November wegen Verdachts auf Bestechung festgenommen. Matsubara soll auch Leiter der Abteilung für Orthopädische Chirurgie und Wirbelsäulenchirurgie des Krankenhauses sein.
Am selben Tag wurde Takayuki Suzuki, 41, ehemaliger Leiter des zweiten Verkaufsbüros in Tokyo des Medizintechnikherstellers Japan Medical Dynamic Marketing Inc., der an der Prime-Sektion der Tokioter Börse notiert ist, festgenommen. Suzuki wird verdächtigt, Matsubara Bestechungsgelder gegeben zu haben.
Laut Polizei soll Matsubara etwa 700.000 Yen an Bestechungsgeldern vom Unternehmen um September 2021 und Januar 2023 erhalten haben, im Austausch für die Zustimmung, die Nutzung ihrer medizinischen Geräte wie Implantate für Oberschenkelbrüche zu priorisieren. Sie sollen ein Spendensystem für Forschungsunterstützung missbraucht haben, wobei Suzuki zweimal 400.000 Yen auf das Konto des Krankenhauses überwiesen hat, insgesamt 800.000 Yen, von denen Matsubara etwa 85 Prozent nach eigenem Ermessen nutzen konnte.
Zusätzlich wird Matsubara verdächtigt, insgesamt etwa 3 Millionen Yen vom Unternehmen und vier anderen zwischen Dezember 2016 und Januar 2023 erhalten zu haben, wobei er mindestens 1,5 Millionen Yen für private Zwecke wie den Kauf eines Computers zweckentfremdet haben soll. Die Geständnisse der Verdächtigen wurden nicht offengelegt.
Das Universitätskrankenhaus Tokyo, gegründet 1858 und angeschlossen an die medizinische Fakultät der nationalen Universität, verfügt über etwa 1.200 Betten und 4.300 Mitarbeiter. Sein Personal gilt als öffentliche Bedienstete und unterliegt Anklagen wegen Bestechung.