Variety hat seine Auswahl der zehn besten internationalen TV-Shows 2025 veröffentlicht und hebt eine vielfältige Palette an Scripted- und Unscripted-Serien aus aller Welt hervor. Streaming-Dienste dominierten das Feld und übertrafen erstmals traditionelle Sender bei Zuschauerzahlen und Investitionen. Die Liste umfasst herausragende Titel wie Netflix' 'Adolescence', gelobt für technische Innovation und gesellschaftlichen Einfluss.
Am 22. Dezember 2025 veröffentlichte Variety seinen jährlichen Rückblick auf die besten internationalen TV-Shows, kuratiert von seinem globalen Team. Die Auswahl unterstreicht die kreative Vitalität nicht-US-amerikanischer Programme inmitten des wachsenden Einflusses von Streaming. An der Spitze steht Netflix' 'Adolescence', eine One-Shot-Mini-Serie über einen Teenager, der des Mordes an einem Klassenkameraden beschuldigt wird. Regie führte Philip Barantini, Drehbuch Jack Thorne; sie erhielt Lob für technische Brillanz und Darstellungen, einschließlich eines Primetime Emmy für den 15-jährigen Owen Cooper, den jüngsten männlichen Gewinner aller Zeiten. Die Show brach Netflix-Zuschauerrekorde und löste Debatten über die Gefahren sozialer Medien für Jugendliche aus, die sogar im britischen Parlament diskutiert wurden. Thorne und Barantini meinten, sie könnten ein solches Phänomen nie wiederholen.
Weitere Highlights: Belgiens 'Dead End', eine Dark Comedy von Malin-Sarah Gozin über einen Detektiv, der Tote durch Verzehr von Körperteilen sieht, eine Mischung aus Thriller und Familiendrama mit Kritik am Fleischkonsum. Premiere bei Canneseries, die das TV-Boom in Flandern zeigt.
Frankreichs 'The Seduction', HBO-Original unter Regie von Jessica Palud, eine feministische Neuinterpretation der 'Liaisons Dangereuses' mit Anamaria Vartolomei als de Merteuil und Diane Kruger als Mentorin, im Paris des 18. Jahrhunderts.
Lena Dunhams 'Too Much' bei Netflix folgt einer amerikanischen Expatin in London in einer Romanze à la Richard Curtis, mit Meg Stalter und Will Sharpe; nach einer Staffel beendet.
Indiens 'Black Warrant', von Vikramaditya Motwane basierend auf Sunil Guptas Memoiren, beleuchtet die Realitäten des Tihar-Gefängnisses mit Zahan Kapoor und Asian-Academy-Auszeichnungen.
BBCs 'The Celebrity Traitors' lieferte Reality-TV-Höhepunkte mit Promis wie Celia Imrie und Tom Daley, moderiert von Claudia Winkleman, mit Rekordquoten.
Netflix' arabische 'Love is Blind: Habibi', gedreht in Dubai, betonte Familie und Traditionen, führte globale Nicht-Englisch-Charts an und wurde für einen International Emmy nominiert.
Brasiliens 'Perfect Days' auf Globoplay aus Raphael Montes' Roman, ein Psychothriller mit Julia Dalavia, größter Hit der Plattform.
Italiens 'Portobello' von Marco Bellocchio erzählt von der unrechtmäßigen Verurteilung des TV-Moderators Enzo Tortora 1985 im Zusammenhang mit der Camorra, mit Fabrizio Gifuni; Start auf HBO Max 2026.
Spaniens 'The Anatomy of a Moment' auf Movistar Plus+ von Alberto Rodríguez über Demokratiefiguren 1976-77, meistgesehenes Original des Dienstes.
Diese Shows spiegeln die Breite globaler Erzählkunst wider, von sozialen Themen bis historischen Abrechnungen.