Der brasilianische Schauspieler Wagner Moura ist in einem Criterion-Closet-Video zu sehen, in dem er seine Lieblingsfilme auflistet. Die Aufnahme ist mit der Kampagne für 'O Agente Secreto' verbunden, unter der Regie von Kleber Mendonça Filho und Brasiliens Kandidat für die Oscar 2025. Moura lobte brasilianische und internationale Klassiker und hob 'Deus e o Diabo na Terra do Sol' und 'Limite' hervor.
Wagner Moura, bekannt für Rollen in Produktionen wie 'Narcos' und nun 'O Agente Secreto', hat ein Video für The Criterion Closet gedreht, eine beliebte Serie der Criterion Collection, einem US-amerikanischen Filmvertrieb, der sich auf physische Medien spezialisiert. Der ikonische Schrank voller DVDs zeigt Filmstars, die ihre Lieblingstitel auswählen und besprechen, und ist in den sozialen Medien berühmt geworden.
Im Video, das im November 2025 veröffentlicht wurde, wählte Moura Werke, die seine Bewunderung für das brasilianische Cinema Novo und realistische Erzählungen widerspiegeln. Er begann mit 'Deus e o Diabo na Terra do Sol' (1964) von Glauber Rocha, einem Cinema-Novo-Klassiker, der die Militärdiktatur herausforderte. „Es ist ein Film voller sozialer Kommentare und ein sehr schöner Film. Es ist der Film mit dem schönsten Poster aller Zeiten, meiner Meinung nach“, sagte Moura und lobte auch den Schauspieler Othon Bastos, einen Landsmann aus Bahia.
Ein weiteres Highlight war 'Limite' (1931) von Mário Peixoto, ein einflussreicher experimenteller Spielfilm, der traditionelle Narrative umstieß. „Ich habe noch nie etwas wie diesen Film gesehen“, sagte der Schauspieler. Moura erwähnte die von Martin Scorsese kuratierte DVD-Sammlung mit nationalen Titeln und sprach über 'Pixote, a Lei do Mais Fraco' (1980) von Héctor Babenco. Er arbeitete mit Babenco an 'Carandiru' (2003), das das Leben im Gefängnis von São Paulo und das Massaker von 1992 darstellt.
Die Liste umfasst auch 'Il Posto' (1961) von Ermanno Olmi, auf Portugiesisch 'O Emprego' bekannt, über die Arbeiterklasse; 'Memórias do Subdesenvolvimento' (1968) von Tomás Gutiérrez Alea, angesiedelt in einer Krisen-Kuba; und Filme der Dardenne-Brüder: 'Rosetta' (1999) und 'The Kid with a Bike' (2011). Zu den Belgiern sagte Moura: „Sie sind meine Lieblingsregisseure aller Zeiten. Sie schaffen es, über Jugendliche zu sprechen wie niemand sonst. Es ist so realistisch gefilmt, dass es mit der Art und Weise dialogisiert, wie die Brasilianer ihre Cinema-Novo-Filme gedreht haben.“
Der Auftritt unterstreicht die globale Wirkung des brasilianischen Kinos und verbindet Generationen von Filmemachern.