Bei den Landtagswahlen im September könnte die AfD erstmals in eine Regierung einziehen. Die Partei hat eine spezielle Task Force eingerichtet, um sich vorzubereiten. Das größte Hindernis bleibt die Suche nach qualifiziertem Führungspersonal.
Die Alternative für Deutschland (AfD) rüstet sich für die Landtagswahlen im September 2026, bei denen sie potenziell erstmals Regierungsverantwortung übernehmen könnte. Laut einer Analyse der Jungen Freiheit hat die Partei eine spezielle „Task Force“ ins Leben gerufen, um die Übernahme von Machtpositionen vorzubereiten. Das zentrale Problem: Die AfD fehlt es an geeignetem Führungspersonal mit ausreichender Erfahrung.
In den jüngsten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat die AfD ihre Mandate verdoppelt, von etwa 1000 auf rund 2000. Dennoch stellt sie keinen Bürgermeister, was auf die sogenannte Brandmauer anderer Parteien zurückgeführt wird, die ein de-facto Zweiparteiensystem schafft. Kommentatoren betonen, dass die AfD personalmäßig besser aufgestellt sei als etablierte Parteien, die trotz Regierungsverantwortung mit dem Niedergang der Republik zu kämpfen hätten.
Kritik an der Kompetenz der aktuellen Regierung Scholz wird häufig geäußert: Minister wie Annalena Baerbock, Robert Habeck oder Karl Lauterbach würden hauptsächlich Ideologie vertreten, nicht Sachkompetenz. Für die AfD gelte: Keine Regelung erfordere ein Parteibuch für Regierungsmitglieder; entscheidend sei Fachwissen. Dennoch zweifeln Beobachter am AfD-Programm in Sachsen-Anhalt, das als unrealistisch kritisiert wird. Experten wie Hans Werner Sinn haben Alice Weidel Kompetenz in Wirtschaftsfragen attestiert und das Parteiprogramm als nicht wirtschaftsfeindlich bewertet.
Strategisch behindere die AfD die Erfahrungsbildung ihrer Anhänger in der Verwaltung, da diese in öffentlichen Berufen oft diskriminiert würden. Auf Bundesebene sehe es besser aus, auf Länderebene jedoch mager. Die Debatte dreht sich um die Fähigkeit der AfD, realistische Lösungen zu bieten, ohne radikale Tendenzen zu nähren.