AfD erschüttert von affären um posten und familiennetzwerke

Die Alternative für Deutschland (AfD) gerät durch Vorwürfe der Vetternwirtschaft und Selbstbedienung in Bedrängnis, insbesondere in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl im September. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund verteidigt die Beschäftigung von Familienmitgliedern als vertrauenswürdig. Die Skandale könnten die Partei schwächen, bergen aber Risiken für die Demokratie.

Die AfD in Sachsen-Anhalt steht unter dem Druck mehrerer Affären, die Postenvergaben an Verwandte und ideologische Verbündete betreffen. 2016 kritisierte AfD-Politiker Ulrich Siegmund in einem Interview die 'Altparteien' als geprägt von 'eingefahrenem Politikfilz, Mauscheleien, Steuerverschwender und ideologischen Scheuklappen'. Als Spitzenkandidat für die Landtagswahl träumt er nun von einer AfD-Alleinregierung, während neue Fälle von Filz und Selbstbedienung ans Licht kommen, vor allem in der Magdeburger AfD-Fraktion.

Siegmund äußerte, Familienmitgliedern könne man 'wenigstens trauen'. Die Partei habe sich zu einer Parallelgesellschaft entwickelt, die den Staat als Geldquelle nutzt, um Verwandte und Weggefährten zu finanzieren. Beispiele umfassen Reinhild Boßdorf, Tochter der EU-Abgeordneten Irmhild Boßdorf und rechtsextreme Aktivistin, die bei einem Fraktionskollegen beschäftigt ist, wie die 'taz' berichtete. Die Ehefrau des AfD-Jugendchefs Jean-Pascal Hohm aus Brandenburg steht auf der Gehaltsliste der EU-Parlamentarierin Mary Khan, verheiratet mit Bundesvorstandsmitglied Dennis Hohloch. Zudem ist die Frau des Bundestagsabgeordneten Matthias Moosdorf als Referentin für Kulturthemen in der AfD-Fraktion angestellt; sie ist Konzertpianistin.

Vor neun Jahren warnte Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke in einer Dresdner Rede vor den Verlockungen des Parlamentsbetriebs: 'Nicht wenige werden sich ganz schnell sehr wohl fühlen bei den Frei-Fressen- und Frei-Saufen-Veranstaltungen der Lobbyisten.' Heute sei die AfD 'etabliert im schlechtesten Sinne'. Die Vorfälle machen es unwahrscheinlicher, dass Sachsen-Anhalt an die AfD fällt, doch verschreckte Wähler könnten das System ablehnen und die Demokratie irreparabel schädigen.

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