Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat Bedenken gegen die geplante Auftragsvergabe für die Entwicklung einer Laserwaffe geäußert und eine 25-Millionen-Euro-Vorlage gestoppt. Die Abgeordneten fordern eine umfassendere Marktsichtung, da die Kosten im Vergleich zu ähnlichen Projekten in den Niederlanden unverhältnismäßig hoch erscheinen. Grünen-Politiker Sebastian Schäfer kritisiert die hohen Ausgaben und mögliche Vorteile für die Rüstungsindustrie.
Im Haushaltsausschuss des Bundestags gibt es erhebliche Bedenken bezüglich der geplanten Auftragsvergabe für die Entwicklung einer Laserwaffe. Eine 25-Millionen-Euro-Vorlage des Bundesfinanzministeriums zur Vergabe an Rüstungskonzerne und MBDA wurde von den Haushältern gestoppt, wie das Portal „The Pioneer“ berichtet. Dies wurde der Deutschen Presse-Agentur aus dem Ausschuss bestätigt. Die Abgeordneten möchten eine umfassendere Marktsichtung durchführen.
Besonders die veranschlagten Kosten werden kritisch gesehen. Die Niederlande haben einen Demonstrator mit 100 Kilowatt Leistung für 190 Millionen Euro angeschafft, während Deutschland einen mit 60 Kilowatt für 462 Millionen Euro entwickeln lassen will. Der Grünen-Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer sagte zu „The Pioneer“: „Wir haben Informationen, dass möglicherweise andere Unternehmen für weniger Geld mehr Leistungen liefern können.“ Er übte zudem grundsätzliche Kritik: „Die Industrie verteilt sich fröhlich die Pfründe gegenseitig, und der Steuerzahler der Zukunft darf das dann bezahlen.“
Laserwaffen eignen sich vor allem zur Abwehr von Drohnen, sind jedoch weit von Science-Fiction-Beispielen wie in „Star Wars“ entfernt. Rheinmetall und MBDA Deutschland kooperieren seit 2019 und haben einen Demonstrator entwickelt. Ab 2029 soll das Produkt marktreif sein. Das Projekt ist Teil der Modernisierung der Bundeswehr, bei der Fragen zu Kosten und Effizienz aufkommen.
Die Entscheidung unterstreicht die wachsende Kontrolle über Rüstungsausgaben im Bundestag, um Steuergelder effizient einzusetzen.