Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für 2025 ein operatives Rekordergebnis gemeldet und die Dividende deutlich erhöht. Der Auftragsbestand erreichte fast 64 Milliarden Euro, getrieben durch den Rüstungsboom. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatzanstieg um 40 bis 45 Prozent.
Rheinmetall, Deutschlands größter Rüstungskonzern mit Sitz in Düsseldorf, veröffentlichte am 11. März 2026 seine Jahresbilanz für 2025. Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte um 33 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, bei einer Gewinnmarge von 18,5 Prozent – einem neuen Rekordwert. Die Munitionssparte trug mit einer Marge von mehr als 29 Prozent maßgeblich bei. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 0,8 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 3 Prozent entspricht.
Der Auftragsbestand (Backlog) erreichte mit 63,8 Milliarden Euro einen Höchststand, einschließlich verbindlicher Aufträge und Rahmenverträge. Konzernchef Armin Papperger betonte: „Wir haben operativ ein neues Rekordergebnis erzielt und werden die Profitabilität des Konzerns weiter steigern. Bei neuen Großprojekten der Streitkräfte sind wir aussichtsreich positioniert.“
Für das laufende Jahr 2026 erwartet Rheinmetall einen Umsatz von 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 40 bis 45 Prozent entspricht. Die operative Gewinnmarge soll auf 19 Prozent steigen. Das Wachstum wird durch Akquisitionen wie den militärischen Geschäftszweig der Lürssen-Werft unterstützt, wodurch Rheinmetall nun auch Schiffe und Flugzeugteile produziert. Das größte Werk liegt in Unterlüß, und in Weeze werden Bauteile für den F-35-Kampfjet gefertigt.
Der Boom ist auf die Aufrüstung der Bundeswehr und NATO-Partner aufgrund der russischen Bedrohung zurückzuführen, obwohl einige Aufträge verzögert eintreffen.