Erstmals in der Olympiageschichte treten Frauen am Sonntag bei den Spielen in Mailand Cortina 2026 in einem 50-km-Langlaufrennen an. Das Rennen markiert den letzten Auftritt der US-Skilerin Jessie Diggins. Schwedische und norwegische Athletinnen sind Favoritinnen auf die Spitzenplätze.
Die Olympischen Spiele Mailand Cortina 2026 bringen einen historischen Meilenstein im Langlauf: ein 50-km-Rennen für Frauen, länger als die bisherigen 30 km, um Geschlechterparität zu erreichen. Geplant für Sonntag, den 21. Februar, im Langlaufstadion Tesero, erfordert dieses Massenstart-Klassikrennen – oft „Ski-Marathon“ genannt – sechs Runden auf einer 8,3 km langen Strecke (5,15 Meilen), insgesamt 50 km. Das Rennen beginnt mit Massenstart, bei dem die bestplatzierten Läuferinnen vorne positioniert werden, und der Erste im Ziel gewinnt. nnDieses Rennen bildet den Abschluss des Frauenprogramms im Langlauf und ist Jessie Diggins’ letzter Olympiastart. Die Amerikanerin, die trotz Lebensmittelvergiftung am Vortag Silber über 30 km Freistil bei den Pekinger Spielen holte, hat an ihrer Klassik-Technik gearbeitet. Sie zielt auf Platz 10 ab und teilte ihre Einstellung in sozialen Medien: „Mein Ziel für die morgigen 50 km ist es, einfach das Beste in jedem Moment zu geben, klug zu sein und die Erfahrung wirklich zu genießen, ein olympisches Startnummernschild zum letzten Mal anzulegen, mit meiner Familie hier zum Anfeuern.“ nnWeitere US-Läuferinnen sind Rosie Brennan, Kendall Kramer und Hailey Swirbul. Favoritinnen sind Schwedens Frida Karlsson und Ebba Andersson; Karlsson gewann zwei individuelle Goldmedaillen bei diesen Spielen, Andersson zwei Silber. Gemeinsam halten sie den WM-Titel 2025 und mehrere Weltcup-Podien. Norwegens Astrid Oeyre Slind ist ebenfalls eine starke Kandidatin. Während die Männerrennen von Norwegens Johannes Hoesflot Klaebo dominiert wurden, hat Schweden die Frauen mit Langstreckenexpertise angeführt.