Der 1. FC Köln hat im Bundesliga-Aufsteigerduell den Hamburger SV mit 4:1 besiegt. Das Spiel brachte eine rekordverdächtige VAR-Unterbrechung, zwei Platzverweise und fünf Tore. Es war der erste Heimsieg der Kölner gegen den HSV seit neun Jahren.
Im Rhein-Energie-Stadion vor 50.000 Zuschauern kämpften die beiden Aufsteiger um Punkte. Der 1. FC Köln setzte sich durch, während der HSV nach der Partie im Abstiegskampf enttäuscht zurückblickt.
Unter der Woche hatten beide Teams Pokalspiele: Der HSV siegte fragwürdig per Elfmeter in Heidenheim, Köln verlor 1:4 gegen den FC Bayern. Trainer Lukas Kwasniok änderte die Startelf auf fünf Positionen, Merlin Polzin auf vier. Florian Kainz startete erstmals und schoss in der 7. Minute knapp vorbei.
Der HSV machte den ersten Fehler: Albert Lokongas Ausrutscher führte zum 1:0 durch Ragnar Ache (24.), seinen ersten Bundesligatreffer. Jean-Luc Dompé scheiterte am Kölner Torwart Marvin Schwäbe (34.). Nach der Pause vergab Lokonga (46.), bevor Kainz per Freistoß zum 2:0 traf (48.).
Ein HSV-Tor wurde nach sechsminütiger VAR-Prüfung aberkannt (50.). Dompé schoss zum 2:1 (61.). Der HSV drängte, doch ein Abseits verhinderte den Ausgleich. Immanuel Pherai flog nach 42 Sekunden auf dem Platz mit Gelb-Rot raus (78./78.+42s), Fábio Vieira folgte wegen Reklamierens (82.).
Trotz Unterzahl konterte Köln: Said El Mala zum 3:1 (90.+4), Jakub Kaminski zum 4:1 (90.+7). Köln rückt europäischen Plätzen näher, HSV verpasst ein Ausrufezeichen.