Das Arthur Lyons Film Noir Festival 2026 soll am Donnerstagabend in Palm Springs, Kalifornien, beginnen und präsentiert ein Dutzend seltener Restaurierungen sowie 35-mm-Filmrollen. Der Programmgestalter Alan K. Rode hat für die viertägige Veranstaltung im historischen Camelot Theatre schwer zu findende Titel wie 'Slightly Scarlet' und 'Gunn' ausgewählt. Das Programm verbindet klassischen Noir mit Neo-Noir und lockt Filmliebhaber in die Wüstenstadt.
Das Festival, das nun im 26. Jahr stattfindet und nach dem verstorbenen Krimiautor Arthur Lyons benannt ist, läuft von Donnerstag, dem 7. Mai, bis Sonntag, dem 10. Mai, im historischen Camelot Theatre des Palm Springs Cultural Center in der 2300 E. Baristo Rd. Auf dem Programm stehen am Freitag und Samstag jeweils vier Filme täglich, darunter Premieren von Restaurierungen der Film Noir Foundation wie 'Slightly Scarlet' (1956), der erste Technicolor-Noir im Breitbildformat, den die Stiftung restauriert hat. Rode beschrieb die Suche nach den Filmrechten als die Jagd nach einem 'weißen Wal', die Partner wie die Library of Congress und das UCLA Film and Television Archive einbezog. Roundabout Entertainment übernahm die Restaurierungsarbeiten, und der stellvertretende Vorsitzende Vincent Pirozzi wird diese am Donnerstag um 19:30 Uhr nach der Vorführung erörtern. Zu den weiteren Höhepunkten zählen die Weltpremieren digitaler Restaurierungen von 'Gunn' (1967), Blake Edwards' Adaption seiner 'Peter Gunn'-Fernsehserie, sowie 'Manhandled' (1949) mit Dorothy Lamour, Dan Duryea und Sterling Hayden – beide sind weder als Stream noch auf Blu-ray erhältlich. 35-mm-Kopien präsentieren Raritäten wie 'City Girl' (1938) und 'The Mob' (1951), während der Neo-Noir-Klassiker 'Bonnie and Clyde' (1967) einer Signierstunde mit Kirk Ellis vorausgeht. Rode, der das Programm seit 19 Jahren gestaltet, legt Wert auf neue Entdeckungen für ein treues Publikum und merkt an: 'Ich habe kaum jemals denselben Film zweimal gezeigt.' Er lädt Besucher des TCM Classic Film Festivals ein, sich zwischen den Vorführungen am Pool zu entspannen, fernab vom Verkehr in L.A. Das Festival endet am Sonntag mit 'No Way Out' (1950), dem Debüt von Sidney Poitier und einem kraftvollen Statement gegen Rassismus unter der Regie von Joseph L. Mankiewicz.