Das 76. Internationale Filmfestival Berlin begann am 12. Februar 2026 mit der Weltpremiere von No Good Men der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat als Eröffnungsfilm. Die Veranstaltung umfasste eine Hommage an Michelle Yeoh und eine Jury-Pressekonferenz, in der Präsident Wim Wenders betonte, sich aus der Politik herauszuhalten, inmitten von Fragen zu Gaza. Das Festival läuft bis zum 22. Februar und zeigt Premieren wie At the Sea mit Amy Adams.
Das Berliner Filmfestival, bekannt als Berlinale, startete am 12. Februar 2026 in der deutschen Hauptstadt und markierte seine 76. Ausgabe. Der Eröffnungsabend hob die Weltpremiere von No Good Men, inszeniert und geschrieben von Shahrbanoo Sadat, hervor. Der Film, der in Kabul spielt, folgt zwei Kollegen bei einem Nachrichtensender kurz vor der Rückkehr der Taliban im Jahr 2021 und wird als politische Rom-Com beworben, die das afghanische Patriarchat kritisiert. Deadline beschrieb es als bescheidene Produktion, die mit leichten Sticheleien gegen die Unfähigkeit der Taliban und der afghanischen Regierung beginnt, bevor sie eine dunkle Wendung zum Aufruhr nimmt. Der Abend enthielt auch eine Hommage an Michelle Yeoh, geleitet von Sean Baker. Das diesjährige Wettbewerbsprogramm umfasst große Premieren wie At the Sea mit Amy Adams, Rose mit Sandra Hüller, Queen at Sea mit Juliette Binoche, Tom Courtenay und Florence Hunt sowie Rosebush Pruning mit Callum Turner und Riley Keough. Früher am Tag stand die internationale Jury unter der Leitung von Wim Wenders Fragen zur globalen Politik gegenüber, einschließlich des Krieges in Gaza und der deutschen Unterstützung für Israel. Wenders sagte: „Filme können die Welt verändern, aber nicht auf politische Weise“, und fügte hinzu: „Kein Film hat wirklich die Idee eines Politikers verändert. Aber wir können die Vorstellung der Menschen davon verändern, wie sie leben sollten.“ Jury-Mitglied Ewa Puszczyńska nannte eine verwandte Frage „ein bisschen unfair“ und bemerkte: „Wir können nicht verantwortlich sein für ihre Entscheidung, Israel zu unterstützen oder die Entscheidung, Palästina zu unterstützen“, und verwies auf andere laufende Kriege. Wenders wiederholte: „Wir müssen uns aus der Politik heraushalten, weil... wir das Gegengewicht zur Politik sind. Wir müssen die Arbeit der Menschen tun, nicht die der Politiker.“ Der Livestream der Pressekonferenz hatte technische Probleme, was die Organisatoren zu einer Entschuldigung veranlasste, die versprachen, die vollständige Aufzeichnung freizugeben. Wenders lobte die Vielfalt des Festivals: „Sie können sicher sein, dass Sie mehr Facetten der Welt sehen als auf jedem anderen Festival.“ Das Event läuft bis zum 22. Februar.