Das South East European Film Festival (SEEFest) hat sein Programm für 2026 bekannt gegeben, das am 29. April in Los Angeles mit dem Spielfilmdebüt „Catane“ der rumänischen Regisseurin Ioana Mischie eröffnet wird. Die 21. Ausgabe läuft bis zum 6. Mai und präsentiert Spiel- und Dokumentarfilme aus Südosteuropa. Zu den Höhepunkten zählen preisgekrönte Beiträge wie „Fantasy“ aus Slowenien und der georgische Oscar-Kandidat „Panopticon“.
Das Festival, das 2006 von der aus Sarajevo stammenden Journalistin Vera Mijojlić gegründet wurde, bringt das Kino aus Südost- und Osteuropa einem US-amerikanischen Publikum nahe. Es wird von der ELMA Foundation präsentiert und hat die bulgarisch-amerikanische Schauspielerin Irina Maleeva, bekannt durch Filme mit Fellini und Orson Welles, als Ehrenvorsitzende. Das SEEfest findet vom 29. April bis zum 6. Mai in Los Angeles statt und umfasst Preise in sieben Kategorien sowie ein Branchenprogramm mit einem Projektbeschleuniger für Filmemacher. „Catane“, eine Komödie mit romantischen Elementen, die als modernes Märchen über Bürokraten in einem rumänischen Dorf beschrieben wird, eröffnet das Event. Die Erzählung handelt von Dorfbewohnern, die mit einer Untersuchung ihrer Invaliditätsleistungen konfrontiert werden, was zu Einfallsreichtum und gemeinschaftlicher Resilienz führt. Zu den wichtigsten Spielfilmen gehören der kroatische Beitrag „Honey Bunny“ von Igor Jelinović, eine Studie über Familiendynamiken; „Fantasy“ der slowenischen Regisseurin Kukla, das auf den Festivals in Triest und Slowenien ausgezeichnet wurde und Themen wie Geschlecht und Selbstfindung erforscht; sowie der georgische Film „Panopticon“ von George Sikharulidze, der als Oscar-Beitrag des Landes die Kämpfe eines jungen Mannes nach der Sowjetzeit beleuchtet. Weitere bemerkenswerte Filme sind das slowakische Gangster-Duo „Miki“ und „Černák“ von Jakub Kroner, „Our Father“ des Serben Goran Stanković, der auf dem TIFF Premiere feierte, sowie „Father“ der Slowakin Tereza Nvotová, der in Venedig gezeigt wurde. Dokumentarfilme behandeln die Auswirkungen des Krieges, wie etwa „Militantropos“ der ukrainischen Regisseure Alina Gorlova, Simon Mozgovyi und Yelizaveta Smit, eine Cannes-Auswahl; „The Beauty Of The Donkey“ der kosovarisch-schweizerischen Filmemacherin Dea Gjinovci; und „A State Film“ des Albaners Roland Sejko, der auf Propagandarchive zurückgreift. Das Programm umfasst zudem Kurzfilme in den Bereichen Spielfilm, Dokumentation und Animation aus verschiedenen Ländern.