Die Berlinale hat die Wettbewerbsauswahl für ihre 76. Auflage bekanntgegeben, die Arthouse-Filme mit A-Listen-Stars wie Channing Tatum, Amy Adams und Riley Keough verbindet. Artistische Leiterin Tricia Tuttle hob die vielfältige Auswahl internationaler Autoren und politisch aufgeladener Geschichten hervor. Das Festival findet vom 12. bis 22. Februar 2026 statt.
Die 76. Berlinale unter der künstlerischen Leitung von Tricia Tuttle in ihrem zweiten Jahr hat am 20. Januar 2026 ihr Wettbewerbsprogramm vorgestellt. Die Auswahl betont eine Mischung aus renommierten internationalen Filmemachern, intimen Charakterstudien und politisch engagiertem Kino sowie Hollywood-Talent wie Pamela Anderson, Amy Adams, Juliette Binoche, Sandra Hüller und Elle Fanning. Zu den Highlights gehören Karim Aïnouz’ 'Rosebush Pruning', eine zeitgenössische Satire mit Riley Keough, Callum Turner, Elle Fanning, Jamie Bell, Lukas Gage, Elena Anaya, Tracy Letts und Pamela Anderson. Der Film handelt von Geschwistern, die den Tod ihrer Mutter inmitten familiärer Geheimnisse verarbeiten. Tuttle beschrieb es als „verrückten Thriller über eine privilegierte Familie, die auseinanderfällt, wenn dunkle Geheimnisse ans Licht kommen“. Channing Tatum spielt in Beth de Araújos Psychothriller 'Josephine' mit Gemma Chan, in dem Eltern Gerechtigkeit suchen, nachdem ihre Tochter ein Verbrechen miterlebt. Tuttle nannte es eine „wirklich persönliche Geschichte“, die familiäres Trauma einfängt. Ein weiterer erwarteter Beitrag ist Kornél Mundruczós 'At the Sea' mit Amy Adams als ehemaliger Tänzerin, die nach der Reha ihre Identität konfrontiert. Das Programm umfasst europäische Stammautoren wie Juliette Binoche in Lance Hammers 'Queen at Sea', das Demenz und eheliche Hingabe erforscht, und Sandra Hüller in Markus Schleinzers Historienfilm 'Rose'. Zurückkehrende Regisseure sind Angela Schanelec mit 'Meine Frau weint' und İlker Çatak mit 'Gelbe Briefe', das staatliche Unterdrückung in der Türkei thematisiert. Weitere Filme bieten globale Perspektiven: Alain Gomis’ 'Dao' über Familie und Erbe zwischen Frankreich und Guinea-Bissau; Anthony Chens 'We Are All Strangers', das seine Trilogie abschließt; und Yoshitoshi Shinomiyas Animationsfilm 'A New Dawn'. Animation und Dokumentarfilme wie Grant Gees jazzbetontes 'Everybody Digs Bill Evans' sorgen für Abwechslung. Tuttle erklärte bei der Ankündigung mit den Programmierern Jacqueline Lyanga und Michael Stütz: „Wir haben uns in so viele Filme dieses Jahres verliebt... Sie werden Filmemacher auf dem Höhepunkt ihres Könnens finden.“ Die Sektion Perspectives für Debüts umfasst 13 Filme, darunter Ashley Walters’ 'Animol' mit Stephen Graham. Wim Wenders wird Jurypräsident, als Nachfolger von Todd Haynes. Das Festival eröffnet mit Shahrbanoo Sadats 'No Good Men', einer romantischen Komödie im Kabul vor den Taliban.