Der 76. Berlinale-Filmfestival vom 12. bis 22. Februar 2026 wird eine starke chilenische Präsenz aufweisen mit der Weltpremiere des Dokumentarfilms «Un Hijo Propio» von Maite Alberdi, der europäischen Premiere von «Matapanki» von Diego Fuentes und der Serie «The House of the Spirits». Diese Werke beleuchten Mutterschaft, Punk-Superhelden und eine Adaption des Romans von Isabel Allende, unterstützt von Netflix und Prime Video.
Das Berliner Filmfestival 2026 bestätigt chilenische Beteiligung in Schlüsselsektionen. Maite Alberdi präsentiert «Un Hijo Propio» in Berlinale Special (Special Presentations), ihr siebtes Kinofilm und zweites Dokumentarfilm nach «El agente topo» (2020). In Mexiko mit Netflix-Unterstützung gedreht, folgt der Film Alejandra, einer Frau, die aus sozialem Druck eine Schwangerschaft vortäuscht, was zu einem Medienskandal führt. «Am Berliner Festival teilzunehmen ist besonders bedeutsam, da es ein Raum ist, in dem Kino nicht nur gezeigt, sondern diskutiert und herausgefordert wird», sagte Alberdi. «Dieses Dokumentarfilm entsteht aus der Frage, was passiert, wenn eine gesellschaftliche Erwartung so drückend wird, dass jemand das Lügen als einzige Möglichkeit zum Dazugehören empfindet?».In Generation 14plus feiert Diego «Mapache» Fuentes’ «Matapanki» seine Europapremiere. Der Debütfilm, ausgezeichnet bei FICValdivia 2025, erzählt von Ricardo (Ramón Gálvez), einem Punk-Jungen aus Quilicura mit alkoholaktivierten Superkräften, der nach einem Fehler mit dem chilenischen Präsidenten in einen globalen Konflikt gerät. «Diego Fuentes verwandelt Matapanki in ein wildes Punk-Manifest im Superheldenfilm-Rahmen», bemerkten die Organisatoren. Der Film startet am 26. März 2026 in chilenischen Kinos.Zuletzt wird in Berlinale Special (Special Series) «The House of the Spirits» gezeigt, die zweite audiovisuelle Adaption des Romans von Isabel Allende, nun als Achtfolgen-Serie für Prime Video. Kreative Leitung von Francisca Alegría, Fernanda Urrejola und Andrés Wood, mit Alfonso Herrera, Nicole Wallace, Dolores Fonzi, Fernanda Castillo, Aline Küppenheim und Eduard Fernández im Cast. Die Serie soll treuer sein als der Film von 1993 und in den nächsten 12 Monaten auf Streaming starten.Diese Dreifachpräsenz unterstreicht den wachsenden Einfluss chilenischen Kinos und Serien auf der internationalen Bühne.