Der Dokumentarfilm «Children of the Diaspora», inszeniert vom kubanisch-spanischen Filmemacher Lunes Oña, hat in weniger als zwei Wochen über 50.000 Aufrufe auf YouTube erreicht. Er enthält Zeugnisse von 21 jungen Kubanern, aufgewachsen in neun Ländern, und beleuchtet Spannungen dualer kultureller Identitäten. Der Film hat weltweite Debatten über die kubanische Erfahrung ausgelöst.
Der Dokumentarfilm «Children of the Diaspora» hat kurz nach seiner digitalen Premiere einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht, indem er über 50.000 Aufrufe auf YouTube verzeichnete. Regie führte Lunes Oña, ein trans kubanisch-spanischer Filmemacher mit Wohnsitz in Miami, der Geschichten von 21 jungen Kubanern sammelt, die in Ländern von Schottland und Ecuador bis Angola aufwuchsen. Diese Berichte erforschen, wie die kubanische Identität über Grenzen hinweg Bestand hat und sich anpasst, zwischen dem Reiz der Ahnenwurzeln und den übernommenen Heimatorten. „Das Konzept stammt aus meinem eigenen Leben“, erläutert Oña, geboren in Madrid, teilweise in Panama aufgewachsen und nun in Miami ansässig. „Verschiedene Kulturen zu erleben, während das Zuhause immer kubanisch blieb, hat mich motiviert, ähnliche Geschichten zu erkunden. Dieser Film ist eine emotionale Landkarte einer fragmentierten Identität, und zu sehen, dass er über 50.000 Menschen weltweit erreicht, bestätigt, dass es eine gemeinsame Geschichte ist.“ Die meisten Aufrufe kommen aus den USA mit über 29.000, gefolgt von Spanien (mehr als 5.500) und Kuba (über 3.200), trotz Verbindungsproblemen und Stromausfällen auf der Insel. Mexiko verzeichnet rund 1.900 Aufrufe und Kanada 1.200. Die Reichweite des Films erstreckt sich über Brasilien, Venezuela, Italien, Deutschland, Chile bis hin zu Angola, den Niederlanden, Australien und Norwegen und unterstreicht den globalen Umfang der kubanischen Diaspora. Vor dem Online-Erfolg wurde der Dokumentarfilm in renommierten Sälen gezeigt, darunter das Tower Theater in Miami und das American Museum of the Cuban Diaspora, das Oxford College der Emory University in Georgia, das Cuban Cultural Center in New York sowie die Casa de América in Madrid. Oña, Gründer von Always Lunes – einer zentralen Kulturplattform in Südflorida –, widmet sich in seinem Werk häufig Themen wie Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit. Der Film ist kostenlos auf YouTube mit englischen Untertiteln verfügbar.