Die Eutiner Festspiele, ein renommiertes Freilufttheaterfestival in Norddeutschland, werden 2026 keine Aufführungen auf der ikonischen Seebühne ausrichten. Geschäftsführer Falk Herzog hat nach einer Rekordsaison mit 65.000 Besuchern im Sommer 2025 das Ende angekündigt. Er nennt mangelnde Unterstützung durch Lokalpolitiker als Hauptgrund.
Die Eutiner Festspiele in Schleswig-Holstein stehen vor dem Aus. Nach einer erfolgreichen Saison im Sommer 2025 mit 65.000 Besuchern, dem bisherigen Rekord, hat der ehrenamtliche Geschäftsführer Falk Herzog das Ende des Spielbetriebs verkündet. Herzog übernahm die Leitung zunächst für eine Übergangszeit, die sich auf mehr als acht Jahre erstreckte. Trotz wiederholter Bitten an die Lokalpolitiker um Unterstützung blieb diese aus.
Herzog prangert die mangelnde Förderung an, die trotz des Rekordjahrs zum Rückzug führt. Die Seebühne, ein zentraler Ort der Festspiele, wird 2026 leer bleiben. Experten wie LN-Redakteurin Ulrike Benthien warnen vor erheblichen Folgen für Eutin und die Region. Die Kommunalpolitiker hätten durch geringe Zuschüsse Geld gespart, doch das Ende der Veranstaltungen werde einen viel größeren finanziellen Schaden verursachen, da die Festspiele einen erheblichen wirtschaftlichen Beitrag leisteten.
Die Entscheidung zieht Kreise in der lokalen Kultur- und Wirtschaftsszene. Herzog betont den immensen Schaden für die Stadt, die durch den Verlust von Touristen und Einnahmen leiden wird. Es bleibt abzuwarten, ob Politiker nun reagieren, um die Festspiele zu retten.