Im Jahr 2026 stehen in Deutschland fünf Landtagswahlen an, die die Bundesregierung vor große Herausforderungen stellen werden. Die wirtschaftliche Erholung bleibt schwach, und Reformen in den Sozialsystemen drängen sich auf. International dominiert Donald Trump mit großen Plänen in den USA.
Die politische Landschaft in Deutschland wird 2026 von fünf Landtagswahlen geprägt: Baden-Württemberg am 8. März, Rheinland-Pfalz am 22. März, Sachsen-Anhalt am 6. September, Mecklenburg-Vorpommern am 20. September und Berlin am 20. September. In Baden-Württemberg gilt der CDU-Kandidat Manuel Hagel als Favorit gegen den Grünen Cem Özdemir; die AfD könnte Zweitstärkste werden, während SPD und FDP schwach dastehen. In Rheinland-Pfalz führt CDU-Kandidat Gordon Schnieder, Bruder des Bundesverkehrsministers, mit sechs bis sieben Prozentpunkten Vorsprung vor SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern drohen AfD-Dominanz mit bis zu 40 Prozent, was Minderheitsregierungen erzwingen könnte. In Berlin sind CDU mit Kai Wegner und Die Linke führend, doch eine Mehrheit scheint unwahrscheinlich.
Wirtschaftlich rechnet die Bundesregierung mit 1,3 Prozent Wachstum, die Bundesbank nur mit 0,9 Prozent, finanziert durch hohe Staatsschulden. Die Bundesbank prognostiziert: „Kräftig steigende Löhne und ein sich nach und nach verbessernder Arbeitsmarkt stützen die realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte“. Arbeitslosigkeit sinkt leicht durch Demografie, Inflation bleibt über zwei Prozent. Reformdruck in Gesundheit, Rente und Pflege wächst, da Ausgaben explodieren.
Der Infrastrukturzustand ist alarmierend: Rund 11.000 Brücken sind modernisierungsbedürftig, wie ein Bericht des Bundesrechnungshofs zeigt. Kanzler Friedrich Merz eröffnet symbolisch eine neue Brücke über das Rahmedetal auf der A45.
In den USA plant Trump 2026 Großes: Die Fußball-WM vom 11. Juni bis 19. Juli in Kanada, Mexiko und USA; das 250-jährige Jubiläum am 4. Juli mit pompösen Festen und „Patriot Games“; Midterm-Wahlen am 3. November; das G20-Treffen am 14./15. Dezember in seinem Miami-Golfresort, mit Einladung an Putin und Xi Jinping, aber ohne Südafrika. Dies könnte Europa vor mehr Verantwortung stellen, insbesondere bei der Ukraine-Unterstützung.