Weg für vorzeitigen Wechsel von Haseloff zu Schulze in Sachsen-Anhalt frei

In Sachsen-Anhalt haben die Koalitionsparteien CDU, SPD und FDP dem vorzeitigen Wechsel von Ministerpräsident Reiner Haseloff an Sven Schulze zugestimmt. Der 71-jährige Haseloff möchte die schwarz-rot-gelbe Koalition fortsetzen, ohne Änderungen in der Ressortverteilung. Ziel ist es, Schulze vor der Landtagswahl 2026 einen Amtsvorteil zu verschaffen.

Die Landesvorstände der CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt haben grünes Licht für die vorzeitige Übergabe des Ministerpräsidentenamts von Reiner Haseloff an Sven Schulze gegeben. Haseloff, seit 2011 im Amt und der dienstälteste Ministerpräsident Deutschlands, signalisierte den Koalitionspartnern seine Bereitschaft zum Rücktritt unter der Bedingung, dass die seit 2021 bestehende Koalition aus CDU, SPD und FDP fortgeführt wird. Die Parteien stimmten schriftlich zu, den Koalitionsvertrag und die Ressortverteilung beizubehalten.

„Von unserer Seite gibt es jetzt grünes Licht“, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Als CDU-Landeschef und Wirtschaftsminister plant er, die Regierung durch 2026 und darüber hinaus zu führen. „Man werde zeigen, dass man Herausforderungen gemeinsam löse. Es dürfe jetzt nicht monatelang nur um Wahlkampf gehen, sondern es müssten auch Entscheidungen getroffen werden“, betonte er.

Der Schritt zielt darauf ab, Schulze vor der Landtagswahl am 6. September 2026 als Regierungschef bekannt zu machen und einen Amtsbonus aufzubauen. Hintergrund sind Umfragen, die die AfD mit bis zu 40 Prozent vor der CDU mit 26 bis 27 Prozent sehen und Befürchtungen wecken, dass die AfD erstmals in einem Bundesland die Macht übernehmen könnte.

SPD-Landesvize Armin Willingmann, Spitzenkandidat der SPD, unterstrich die Notwendigkeit von Kontinuität: „In bewegten Zeiten braucht ein Land vor allem Verlässlichkeit. Darum geht es jetzt: um Kontinuität und eine handlungsfähige Regierung für Sachsen-Anhalt.“ Die SPD ringe darum, dass demokratische Kräfte die Mehrheit behalten. FDP-Landeschefin Lydia Hüskens empfiehlt Schulzes Wahl der Fraktion, trotz Gegenstimmen im Vorstand.

Die CDU- und SPD-Landtagsfraktionen unterstützen den Wechsel einstimmig. Eine Pressekonferenz ist für Dienstag in Magdeburg geplant. Schulze könnte Ende Januar im Landtag gewählt werden. Eine große Kabinettsumbildung ist nicht vorgesehen; Finanzminister Michael Richter übernimmt interimistisch Teile des Wirtschaftsministeriums. Schulze will wirtschaftliche Aufgaben wie die Chemiekrise aus der Staatskanzlei bearbeiten. Personelle Kontinuität bleibt: Willingmann als Wissenschafts- und Umweltminister, Petra Grimm-Benne als Gesundheits- und Sozialministerin. Willingmann dankte Haseloff für die reibungslose Kooperation in schwierigen Zeiten.

Verwandte Artikel

German coalition leaders, including Chancellor Merz, discuss 2026 resilience masterplan at Berlin meeting, focusing on protecting critical infrastructure post-power attack.
Bild generiert von KI

Deutsche Koalition plant Jahr des Anpackens für 2026

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben im ersten Koalitionsausschuss des Jahres 2026 als „Jahr des Anpackens“ ausgerufen und einen Masterplan für mehr Resilienz präsentiert. Im Fokus steht der Schutz kritischer Infrastruktur nach einem Anschlag auf die Berliner Stromversorgung. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, dass Sicherheit vor Transparenz gehe.

Sven Schulze wird von der CDU als Kandidat für die Staatskanzlei in Magdeburg aufgestellt, um den Vormarsch der AfD in Sachsen-Anhalt zu stoppen. Reiner Haseloff räumt unerwartet den Posten des Ministerpräsidenten für ihn frei – ein riskanter Schritt.

Von KI berichtet

Knapp neun Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze vor einer Beteiligung der AfD an der Regierung gewarnt. Er betonte, dass dies dem Land und Deutschland großen Schaden zufügen würde. Aktuelle Umfragen zeigen die AfD in Führung.

Bundessozialministerin Bärbel Bas hat sich für eine Strukturreform des Rentensystems ausgesprochen und kritisiert Ideen des Koalitionspartners. Sie erwartet von der neuen Rentenkommission mutige Vorschläge. Zudem sieht sie sich nicht als Kanzlerkandidatin der SPD.

Von KI berichtet

Der litauische Präsident Gitanas Nauseda und Bundeskanzler Friedrich Merz werden bei der traditionellen Winterklausur der CSU in Kloster Seeon zu Gast sein. Das Treffen der CSU-Bundestagsabgeordneten findet vom 6. bis 8. Januar statt und wird erstmals von Alexander Hoffmann geleitet.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die AfD als 'gefährliche Partei' bezeichnet. In einem Interview mit dem Stern warnt sie vor den Positionen der Rechtspopulisten, die sie für heuchlerisch hält. Vor der Landtagswahl am 20. September plädiert sie für die Erhaltung der Freiheiten seit 1989.

Von KI berichtet

CSU-Chef Markus Söder hat in einer ARD-Sendung eine zusätzliche Arbeitsstunde pro Woche gefordert, um das Wirtschaftswachstum in Deutschland anzukurbeln. Er plädiert für schnelle Reformen trotz anstehender Landtagswahlen. Weitere Maßnahmen umfassen die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und den Abbau der Rente mit 63.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen