Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die AfD als 'gefährliche Partei' bezeichnet. In einem Interview mit dem Stern warnt sie vor den Positionen der Rechtspopulisten, die sie für heuchlerisch hält. Vor der Landtagswahl am 20. September plädiert sie für die Erhaltung der Freiheiten seit 1989.
In einem Interview mit dem Stern hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Alternative für Deutschland (AfD) scharf kritisiert. 'Ich verstehe den Unmut der Menschen', sagte sie. 'Trotzdem ist es falsch, deswegen die AfD zu wählen, weil sie eine gefährliche Partei ist.' Mit der AfD würde nichts besser werden, sondern vieles schlechter, betonte die Sozialdemokratin, die bei der Landtagswahl am 20. September als Ministerpräsidentin bestätigt werden möchte.
Schwesig wirft der AfD vor, sich nur als Ostpartei zu präsentieren, in Wahrheit aber gegen die Interessen der Ostdeutschen zu stehen. 'Sie ist beispielsweise gegen den Mindestlohn oder gegen Tariflöhne', erklärte sie. Der Patriotismus der AfD sei 'eine ebenso große Heuchelei', da die Partei Donald Trump unterstütze und damit deutsche Interessen verrate.
Zudem halte Schwesig die AfD nicht für eine 'Friedenspartei', wie diese sich selbst darstelle. 'Sie stützt Putin und damit auch dessen Angriffskrieg', sagte sie in Bürgergesprächen. Die Ministerpräsidentin ist zuversichtlich, dass bei der Wahl weniger Menschen für die AfD stimmen werden als Umfragen suggerieren. 'Die große Mehrheit will nicht, dass das, was 1989 und 1990 erkämpft wurde – Meinungsfreiheit, Kulturfreiheit, Pressefreiheit – eingeschränkt wird oder gar verloren geht', betonte sie. Sie wolle keine Verhältnisse wie in den USA, wo ein Präsident den demokratischen Rechtsstaat aushöhle.