Politologe Korte fordert bessere Alternative der Demokraten zur AfD

Der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte warnt vor dem Aufstieg der AfD und ruft die demokratischen Parteien auf, im Wahljahr 2026 eine überzeugendere Offerte zu machen. In einem RND-Interview betont er, dass die Mitte nicht in Angst verharren, sondern optimistisch die Stärken der Demokratie hervorheben sollte. Er plädiert für eine 'zuversichtliche Sprache der Freiheit' und warnt, die AfD nicht herbeizureden.

Karl-Rudolf Korte, ein 68-jähriger Politikwissenschaftler mit vier Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse deutscher Parteien, blickt im RND-Interview auf das Wahljahr 2026 mit fünf entscheidenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Thüringen. Er fordert Politiker auf, mehr Optimismus auszustrahlen und eine 'zuversichtliche Sprache der Freiheit' zu sprechen, um Ängste vor Veränderungen zu bekämpfen.

Korte lobt Friedrich Merz' Metapher vom 'Haus Bundesrepublik Deutschland', das von Grund auf modernisiert werden müsse, kritisiert aber, dass es fehle an einer Vision, wofür diese Sanierung diene. 'Die Bereitschaft zu Veränderungen ist da. Wir müssen dieses Land gemeinwohlorientiert machen, auch enkelfähig', sagt er. Gegen den wachsenden 'Wutpegel' durch tägliche Dysfunktionen plädiert er für 'Zumutungsmut' und erhellende Vereinfachungen, ohne in Populismus abzugleiten.

Die demokratischen Parteien müssten 'die bessere Party abhalten' – eine attraktivere Alternative zur AfD bieten, die auf europäische Errungenschaften und freiheitliche Werte setze. Derzeit wirke die Mitte defensiv mit 'Jammerfolklore und Immerschlimmerismus', während 'die Musik bei den anderen spielt'. Besonders die Union (CDU/CSU) handle aus 'Existenzangst', hänge an einem konservativen Markenkern fest und verhindere Brückenbau.

Zur AfD: Die 'Brandmauer' müsse stehen, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schützen. In Umfragen nahe 40 Prozent in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, doch Regierungen gegen sie seien möglich durch Abwehrkoalitionen, Minderheitsregierungen wie in Sachsen oder Patt-Situationen wie in Thüringen. 'Man sollte die AfD nicht herbeifürchten', betont Korte. Schlechte Ergebnisse dort würden die schwarz-rote Bundesregierung nicht gefährden, da sie regionale Besonderheiten seien.

Die Unvereinbarkeitserklärung zur Linken sei veraltet; die 'konstruktive Linke' habe sich als staatstragend erwiesen. Korte schlägt vor, der CDU-Parteitag im Februar sie anzupassen. Für die FDP sieht er Rückkehrchancen bei Themenlücken, trotz schlechter Umfragen – Baden-Württemberg als letzte Hochburg. Das BSW werde eine ostdeutsche Regionalpartei mit Nischen wie Persönlichkeiten (z.B. Katja Wolf in Thüringen).

Abschließend: Politiker müssten Zukunftsvisionen und Nutzen formulieren, statt angstgetriebener Kampagnen wie der letzte Bundestagswahl um Migration und Kriminalität. Gute Beispiele täglichen Gelings könnten Vertrauen im Staat stärken und Verachtung für Politik mindern.

Verwandte Artikel

Manuela Schwesig warns that AfD is a dangerous party in pre-election interview.
Bild generiert von KI

Schwesig bezeichnet AfD als gefährliche Partei

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die AfD als 'gefährliche Partei' bezeichnet. In einem Interview mit dem Stern warnt sie vor den Positionen der Rechtspopulisten, die sie für heuchlerisch hält. Vor der Landtagswahl am 20. September plädiert sie für die Erhaltung der Freiheiten seit 1989.

Die Alternative für Deutschland (AfD) wird als extremistischer Biber beschrieben, der die Grundpfeiler der liberalen Demokratie angreift. Der Streit um den Otto-Wels-Saal im Reichstag unterstreicht, wie symbolpolitische Debatten der Partei nutzen. Demokratische Parteien müssen 2026 Klarheit schaffen und die AfD inhaltlich bekämpfen.

Von KI berichtet

Knapp neun Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze vor einer Beteiligung der AfD an der Regierung gewarnt. Er betonte, dass dies dem Land und Deutschland großen Schaden zufügen würde. Aktuelle Umfragen zeigen die AfD in Führung.

Nach Wahlniederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz tobt in der FDP eine Debatte um die Ablösung von Parteichef Christian Dürr. Junge Liberale und Landespolitiker fordern Konsequenzen. Fünf potenzielle Nachfolger werden diskutiert.

Von KI berichtet

SPD-Politiker aus Schleswig-Holstein kritisieren den Fall der politischen Brandmauer auf EU-Ebene. Niclas Herbst von der CDU in Kiel verteidigt die Haltung seiner Partei zur Abgrenzung von Rechtspopulisten in Brüssel und fordert bessere Zusammenarbeit der demokratischen Mitte.

Nach einem Teilerfolg der AfD vor Gericht prüft das Bundesinnenministerium ein Gutachten des Verfassungsschutzes zur Einstufung der Partei als rechtsextrem. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigt eine vertiefte Überprüfung an, die unter der Vorgängerin Nancy Faeser unterblieben war. Das Kölner Verwaltungsgericht hatte die Einstufung vorerst ausgesetzt.

Von KI berichtet

Der Verfassungsschutz in Niedersachsen hat den Landesverband der AfD als gesichert rechtsextremistisch eingestuft, als erster solcher Verband im Westen Deutschlands. Innenministerin Daniela Behrens begründete dies mit der Gefahr des Rechtsextremismus für die Gesellschaft. Die Partei kündigt Klage gegen die Entscheidung an.

Mittwoch, 01. April 2026, 21:41 Uhr

Haseloff warnt vor AfD-Plänen für ein anderes System

Donnerstag, 26. Februar 2026, 04:38 Uhr

Kölner Gericht stoppt vorläufig Einstufung der AfD als gesichert rechtsextrem

Montag, 23. Februar 2026, 12:59 Uhr

AfD nur knapp hinter Grünen in Umfrage vor Landtagswahl

Samstag, 07. Februar 2026, 11:21 Uhr

AfD bereitet sich mit task force auf mögliche regierungsbildung vor

Samstag, 07. Februar 2026, 05:49 Uhr

Spd-Spitze setzt auf Zuversicht in anhaltender Krise

Dienstag, 27. Januar 2026, 10:18 Uhr

Umfrage zur Landtagswahl in MV: AfD verliert, SPD holt auf

Sonntag, 18. Januar 2026, 22:06 Uhr

AfD-Jugend gründet Landesverband in Thüringen

Dienstag, 30. Dezember 2025, 06:17 Uhr

Politischer ausblick auf 2026: Wahlen und trump in den usa

Sonntag, 28. Dezember 2025, 07:29 Uhr

Ramelow warnt vor AfD-Parteitag in Erfurt

Freitag, 19. Dezember 2025, 10:39 Uhr

Jan van Aken lehnt Koalition mit CDU in Sachsen-Anhalt ab

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen