German Social Minister Bärbel Bas presents welfare reform proposals to reduce bureaucracy and digitize benefits.
German Social Minister Bärbel Bas presents welfare reform proposals to reduce bureaucracy and digitize benefits.
Bild generiert von KI

Bundesregierung schlägt Reform des Sozialstaats vor

Bild generiert von KI

Die schwarz-rote Koalition plant eine umfassende Modernisierung des Sozialsystems, um Bürokratie zu reduzieren und Prozesse zu digitalisieren. Eine Kommission mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen hat 26 Empfehlungen erarbeitet, die Bundessozialministerin Bärbel Bas am Dienstag vorstellt. Geplant sind weniger Behörden, zusammengeführte Leistungen und automatisches Kindergeld, ohne Kürzungen der Sozialhilfen.

Die Bundesregierung unter der schwarz-roten Koalition aus CDU/CSU und SPD hat sich vorgenommen, den Sozialstaat effizienter und bürokratieärmer zu gestalten. Seit Anfang September tagte eine Kommission im Stillen, bestehend aus Vertretern von Bund, Ländern wie Bayern, Hamburg, Sachsen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, Kommunen sowie Abgeordneten der Koalitionsfraktionen. Der Auftrag war, den Sozialstaat moderner zu machen. Nun liegt ein 50-seitiger Entwurf mit 26 Empfehlungen vor, den das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) und die Deutsche Presse-Agentur (dpa) einsehen konnten.

Zu den Kernvorschlägen gehören die Reduzierung der zuständigen Behörden auf eine Anlaufstelle pro Leistungsbezieher: Jobcenter für Erwerbsfähige und Sozialämter für Nicht-Erwerbsfähige. Aktuell müssen Betroffene Leistungen wie Grundsicherung, Wohngeld oder Kinderzuschlag bei bis zu vier Stellen beantragen. Eine vollständige Zentralisierung aller Sozialleistungen würde eine Änderung des Grundgesetzes erfordern.

Weiter sollen Sozialleistungen wie Grundsicherung (ehemals Bürgergeld), Kinderzuschlag und Wohngeld zusammengeführt werden, um ständige Antragswechsel bei schwankenden Einkünften zu vermeiden. Für mehr Arbeitsanreize wird ein neues System für Hinzuverdienste neben Sozialhilfen entwickelt, da derzeit Löhne oft fast vollständig angerechnet werden.

Ein simpler Vorschlag ist die automatische Auszahlung von Kindergeld ab Geburt – 259 Euro pro Kind und Monat, unabhängig vom Einkommen –, ohne Antrag. Mehr Datenaustausch zwischen Behörden und ein zentrales digitales Sozialportal sollen Wiederholungen von Angaben verhindern und Prozesse beschleunigen. Leistungskürzungen sind nicht vorgesehen.

Der Sozialverband Deutschland reagierte positiv: „Für uns war immer klar: Der Bericht der Sozialstaatskommission darf nicht zum Einfallstor für Leistungskürzungen im Sozialstaat werden“, sagte Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier dem RND. „Daher ist es gut, dass das soziale Schutzniveau gewahrt werden soll.“ Sie betonte, dass Digitalisierungen barrierefrei und zugänglich sein müssen.

Die Umsetzung soll zügig erfolgen: Gesetze zu Arbeitsanreizen und Leistungs-Zusammenlegung bis Mitte oder Ende 2027, die digitale Überholung länger dauern. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte im November ein „neues Sozialstaatsmodell“ angekündigt.

Verwandte Artikel

Photorealistic depiction of pension commission delivering 33 recommendations to Chancellor Merz and Minister Bas in a German government office.
Bild generiert von KI

Rentenkommission übergibt 33 Empfehlungen an Merz und Bas

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Die Rentenkommission hat ihre 33 Vorschläge zur Altersvorsorge vorgelegt. Die Empfehlungen werden am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas übergeben.

Die schwarz-rote Koalition hat sich im Kanzleramt mit Arbeitgebern und Gewerkschaften auf weitere Gespräche zu Reformen verständigt. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken.

Von KI berichtet

Die schwarz-rote Bundesregierung will vor der Sommerpause ein Paket mit Reformen in Steuern, Arbeitsmarkt, Rente und Bürokratieabbau beschließen. Ein weiterer Koalitionsausschuss kurz vor der parlamentarischen Sommerpause Anfang Juli soll die Entscheidungen treffen. Bundeskanzler Friedrich Merz lädt Anfang Juni die Sozialpartner ins Kanzleramt ein.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Koalitionspartner SPD aufgefordert, Blockaden bei Reformprojekten aufzulösen. Bei einem Empfang des Bundesverbandes deutscher Banken in Berlin kündigte er ernsthafte Gespräche für den Abend an. Im Fokus stehen Energiepolitik, Rentenreform und gesetzliche Krankenversicherung.

Von KI berichtet

Wenige Tage vor dem geplanten Kabinettbeschluss am 29. April deuten sich Anpassungen an der Gesundheitsreform an. Gesundheitsministerin Nina Warken und Finanzminister Lars Klingbeil zeigen sich offen für Änderungen bei zentralen Punkten. Verbände und Opposition kritisieren die Pläne.

Der Arbeitnehmerflügel der CDU, die CDA, hat sich auf ein Rentenkonzept verständigt und appelliert damit an Kanzler Friedrich Merz. Das Konzept sieht den Ausbau des Drei-Säulen-Systems vor und zielt auf sinkende Arbeitskosten ab. Der Leitantrag soll am Wochenende auf der Bundestagung in Marburg beschlossen werden.

Von KI berichtet

Eine von der Bundesregierung eingesetzte Finanzkommission aus zehn Wissenschaftlern hat am Montag in Berlin einen 480-seitigen Bericht mit 66 Reformmaßnahmen für die gesetzlichen Krankenkassen vorgelegt. Die Vorschläge sollen Defizite schließen und Beitragssteigerungen verhindern. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nannte den Bericht einen „Werkzeugkasten“ für ihr Sparpaket.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen