Deutsche uneins über renteneintrittsalter nach beitragsjahren

Eine Umfrage zeigt, dass die Hälfte der Deutschen ein Renteneintrittsalter, das an Beitragsjahre gekoppelt ist, ablehnt. Der Vorschlag des Ökonomen Jens Südekum stößt besonders bei Akademikern und Anhängern linker Parteien auf Skepsis. Politiker aus SPD und CSU zeigen sich jedoch offen für die Idee.

Die Forsa-Umfrage im Auftrag von Stern und RTL, die am 11. und 12. Dezember 2024 mit 1.001 Personen durchgeführt wurde, ergab, dass 48 Prozent der Befragten gegen eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Anzahl der Beitragsjahre sind. Zwei Prozent machten keine Angaben, was auf eine gespaltene Meinung in der Bevölkerung hindeutet.

Bildungsniveau spielt eine Rolle: Bei Personen mit Abitur oder Studium lehnen 51 Prozent den Vorschlag ab, während 46 Prozent ihn befürworten. Im Gegensatz dazu finden 56 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss eine solche Bindung sinnvoll, nur 42 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Parteipräferenzen verstärken die Uneinigkeit. Wähler von CDU/CSU (56 Prozent) und AfD (54 Prozent) unterstützen die Reform mehrheitlich. Dagegen positionieren sich Anhänger von SPD (53 Prozent), Grünen (53 Prozent) und Linken (55 Prozent) klar gegen sie.

Der Vorschlag stammt vom Wirtschaftsprofessor Jens Südekum, der auch Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist. Südekum kritisiert ein einheitliches Rentenalter von 70 Jahren und plädiert für eine Anpassung an individuelle Beitragszeiten, was Akademiker oft später in Rente schicken könnte. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und CSU-Chef Markus Söder äußern sich positiv. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände lehnt den Ansatz jedoch ab.

Dies geschieht vor dem Hintergrund des kürzlich vom Bundestag beschlossenen Rentenpakets, das noch den Bundesrat passieren muss. Streitpunkte umfassten die Stabilisierung des Rentenniveaus, und eine Rentenkommission soll vor Weihnachten eingesetzt werden.

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