Der SV Todesfelde hat seinen Titel beim 26. Lotto-Hallenmasters in Kiel erfolgreich verteidigt und im Finale Holstein Kiel mit 3:1 besiegt. Das Turnier war ausgeglichen, doch Kritik am neuen Kunstrasen gab es vom SHFV-Präsidenten. Zwei Verletzungen trübten die Stimmung.
In der Wunderino-Arena in Kiel kämpften acht Teams um die Hallenfußballkrone Schleswig-Holsteins. Der Oberligist SV Todesfelde startete holprig mit zwei Unentschieden, qualifizierte sich aber glücklicherweise für das Halbfinale. Dort setzten sie auf Körperlichkeit und Erfahrung, um ins Finale einzuziehen.
Im Endspiel gegen Holstein Kiel, das insgesamt den besten Fußball spielte, siegte Todesfelde 3:1. Trainer Björn Sörensen lobte die Leistungssteigerung: „Wir haben uns im Turnierverlauf gesteigert. [...] Holstein hat heute sicherlich insgesamt den besten Fußball gespielt, aber das Finale haben wir unterm Strich verdient gewonnen.“ Der Sieg wurde einem schwer verletzten Teammitglied gewidmet.
Überraschend erreichten VfR Neumünster – erstmals seit 2018 dabei – und der zuvor sieglose Heider SV das Halbfinale. Neumünster sammelte sieben Punkte in der Vorrunde. Trainer Danny Cornelius: „Mit uns hat vor dem Turnier niemand gerechnet, und dass wir mit sieben Punkten ins Halbfinale kommen, ist beeindruckend. [...] Dafür hat die meiste Erfahrung das Turnier gewonnen.“
SHFV-Präsident Uwe Döring betonte die Ausgeglichenheit: „Ich habe mir die Resultate angeschaut und alle Vorrunden-Spiele sind mit maximal einem Tor Unterschied ausgegangen.“ Er kritisierte jedoch den neuen Kunstrasen, der Falten schlug: „Dieser wird aber nicht verklebt, sondern mit Klettband befestigt. Da würde es helfen, wenn er vorher etwas länger liegt.“
Vor 8650 Zuschauern wurden Christopher Newe (VfR Neumünster) als bester Torwart und Laurynas Kulikas sowie Islam Matene (Holstein Kiel) mit je vier Toren als Torschützenkönige geehrt. Lübecker Teams wie VfB Lübeck und 1. FC Phönix schieden früh aus, ebenso SV Eichede. Zwei Verletzungen sorgten für Ernüchterung.