Der VfB Stuttgart hat Bayer Leverkusen im Bundesliga-Spiel zum Jahresauftakt 2026 mit 4:1 besiegt und damit seine Chancen auf die Champions League unterstrichen. Deutsche Nationalspieler wie Jamie Leweling und Deniz Undav glänzten und signalisierten Bundestrainer Julian Nagelsmann ihre WM-Bereitschaft. Beide Teams stehen nun punktgleich mit 29 Zählern.
Im BayArena von Leverkusen feierte der VfB Stuttgart seinen ersten Sieg gegen Bayer Leverkusen seit April 2018. Die Schwaben dominierten die erste Halbzeit und führten mit 4:0 zur Pause. Jamie Leweling erzielte ein Doppelpack (7. und 45. Minute), Maximilian Mittelstädt traf per Foulelfmeter (29. Minute), und Deniz Undav steuerte ein Tor bei (45.+2). Alejandro Grimaldo milderte die Niederlage für Leverkusen per Elfmeter (66. Minute).
Trainer Sebastian Hoeneß holte damit seinen ersten Pflichtspielsieg gegen die Werkself in zwölf Versuchen. Leverkusen-Trainer Kasper Hjulmand musste auf den verletzten Patrik Schick verzichten, der muskuläre Probleme hatte. „Er hat ein bisschen muskuläre Probleme. Nichts Großes, aber genug, um nicht zu spielen“, erklärte Hjulmand.
Die Partie wurde als kleines Derby bezeichnet. Bayer-Verteidiger Robert Andrich sagte vorab: „Stuttgart ist wie ein kleines Derby. Die Städte liegen nicht nah beieinander, aber es hat sich eine Rivalität entwickelt.“ Leweling hoffte auf WM-Teilnahme: „Ich habe das Video vom Quartier gesehen und hoffe, dass ich die ein oder andere Nacht dort schlafen kann“, äußerte er zum DFB-Basecamp in Winston-Salem.
Mehrere Stuttgarter Nationalkandidaten wie Leweling (drei Tore, fünf Assists in der Saison), Undav (neunter Treffer nach Verletzung) und Mittelstädt beeindruckten. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth betonte: Es sei „zu früh“ Richtung WM, aber einige hätten „den richtigen Schritt gemacht“. Frühere Überraschungen bei Nationalmannschaftsnominierungen, wie die Auslassung von Mittelstädt und Angelo Stiller, wurden thematisiert. Der VfB schloss somit zu Leverkusen auf und festigte seine Position im oberen Tabellenbereich.