Der VfB Stuttgart hat in der Europa League mit 4:1 gegen Maccabi Tel Aviv gewonnen und sich wichtige Punkte für das Achtelfinale gesichert. Aufgrund des Nahostkonflikts gab es massive Sicherheitsmaßnahmen, doch das Spiel verlief ruhig. Trotz eines Fehlers des Torwarts Alexander Nübel dominierten die Stuttgarter.
In einem von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleiteten Europa-League-Spiel hat der VfB Stuttgart Maccabi Tel Aviv mit 4:1 besiegt. Die Partie fand in Stuttgart statt und war aufgrund des Nahostkonflikts und Befürchtungen vor antisemitischen Vorfällen als Hochrisikospiel eingestuft. Mehrere Tausend Polizisten waren im Einsatz, unterstützt von Kräften aus Baden-Württemberg und dem Bundesgebiet. Die Polizei berichtete von einem störungsfreien Vorlauf und einer friedlichen Atmosphäre im Stadion.
Die Stuttgarter legten früh den Grundstein für den Sieg. Lorenz Assignon traf in der 24. Minute per Volley nach einer Flanke von Maximilian Mittelstädt. Tiago Tomás erzielte das 2:0 in der 37. Minute, als er den Ball an die Unterkante der Latte jagte. Kurz nach der Pause verwandelte Mittelstädt einen Handelfmeter zum 3:0. Roy Revivo reduzierte für die Gäste in der 52. Minute, wobei Torwart Alexander Nübel nicht optimal reagierte. Josha Vagnoman sicherte in der Nachspielzeit (90.+4) den 4:1-Endstand.
Mit dem Sieg hat der VfB nach sechs Spielen 12 Punkte und ist so gut wie für die Zwischenrunde qualifiziert, ein Platz unter den ersten Acht ist noch möglich. Sportdirektor Fabian Wohlgemuth bedauerte vor dem Spiel: „Bedauerlich, dass ein Teil unserer Fans heute nicht im Stadion ist.“ Außerhalb des Stadions gab es kleinere Vorfälle: In einem Biergarten zündeten Fans Pyrotechnik, und an einem israelischen Reisebüro hingen Banner mit Slogans wie „Nach Palästina umgesiedelt“ und „Ab sofort geschlossen“. Graffiti mit „Free Gaza“ führten zu Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Volksverhetzung. Die nächsten Spiele des VfB sind gegen AS Rom am 22. Januar und Young Boys Bern am 29. Januar.