In einem von Fanprotesten überschatteten Topspiel der 2. Bundesliga haben Hertha BSC und Tabellenführer FC Schalke 04 im Olympiastadion mit 0:0 unentschieden gespielt. Vor dem Stadion kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Hertha-Anhängern und Polizei, die zu Verletzungen führten und zu kollektivem Schweigen der Fans während des Spiels führten. Schalke-Torwart Loris Karius rettete mit mehreren Paraden einen wichtigen Punkt für die Gäste.
Das Spiel zwischen Hertha BSC und FC Schalke 04 markierte den Start der Rückrunde in der 2. Bundesliga. Hertha zeigte sich offensiver und vergab zahlreiche Chancen, darunter ein Pfosttreffer von Luca Schuler in der 67. Minute und einen Hechtsprung von Karius gegen Fabian Reese in der 80. Minute. Schalke, als Tabellenführer, baute seinen Vorsprung auf vier Punkte aus.
Vor dem Olympiastadion eskalierten die Spannungen: Hertha-Fans griffen laut Polizei Polizisten an, was zu einem harten Einsatz mit Pfefferspray führte. Bilanz: 21 verletzte Polizisten und 31 verletzte Fans, ergänzt durch Anzeigen wegen Beleidigung und Landfriedensbruchs. Die Hertha-Fanhilfe berichtete von mindestens 30 verletzten Anhängern, die teilweise in Notaufnahmen mussten, und kritisierte den überharten Sicherheits-Einsatz. Hertha bestätigte einen Zwischenfall und prüft Details.
Im Stadion protestierten die aktiven Fanszenen beider Teams mit Schweigen gegen den unverhältnismäßigen Polizeieinsatz. Nach rund 20 Minuten verließen große Teile der Hertha-Ostkurve das Feld und hinterließen ein Banner mit 'ACAB' (All Cops Are Bastards). Die Atmosphäre blieb beklemmend, mit vereinzelten Beleidigungen gegen Sicherheitskräfte. Schalke-Fans feuerten ihr Team in der zweiten Halbzeit an, Herthas 'HaHoHe' ertönte erst nach 55 Minuten.
Trotz Infekten bei Hertha-Spielern – Kapitän Reese begann auf der Bank, Torwart Tjark Ernst fehlte – blieb das Ergebnis für beide Seiten wertvoll. Karius scheiterte früh an Marten Winkler (7. Minute) und verhinderte weitere Tore.