Eintracht Frankfurt hat den Rückrundenstart in der Bundesliga mit einem 3:3 bei Werder Bremen überstanden. Trotz dreier Gegentore sicherte Ansgar Knauff in der Nachspielzeit einen Punkt. Sportvorstand Markus Krösche kritisierte die anhaltenden Defensivprobleme und ließ Trainer Dino Toppmöller im Ungewissen.
Im Weserstadion endete der Bundesliga-Spieltag 18 mit einem wilden 3:3 zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt (1:1). Arnaud Kalimuendo, neuer Leihspieler von Nottingham Forest, schockte die Gastgeber bereits nach 50 Sekunden mit dem Führungs tor. Justin Njinmah glich in der 29. Minute aus, bevor Nnamdi Collins die Frankfurter in der 56. Minute wieder in Front brachte.
Werder Bremen kämpfte zurück: Jens Stage traf in der 78. Minute, und Jovan Milošević erzielte zwei Minuten später sein erstes Tor für die Bremer. Ansgar Knauff rettete in der 90.+5. Minute den Punkt für Frankfurt vor 41.800 Zuschauern. Die Eintracht kassierte erneut drei Gegentore, wie zuvor gegen Dortmund und Stuttgart, und hat in den letzten sieben Bundesliga-Spielen nur einen Sieg geholt.
Sportvorstand Markus Krösche war enttäuscht: «Wir haben jetzt seit 17, 18 Partien immer wieder die gleichen Themen, die uns begleiten. So können wir nicht weitermachen.» Er wich einer klaren Bestätigung für Trainer Dino Toppmöller aus und sagte: «Wir besprechen das jetzt.» Toppmöller räumte ein: «Das ist ein leidiges Thema, und natürlich bin ich da in allererster Linie in der Verantwortung.» Sein Engagement bei Frankfurt nach zweieinhalb Jahren könnte enden; unklar ist, ob er zum Champions-League-Spiel gegen Qarabag Agdam reist.
Das Remis hilft weder Bremen im Abstiegskampf noch Frankfurt im Europapokal-Rennen. Nnamdi Collins meinte: «Das sind auf jeden Fall zwei verlorene Punkte. Wir bewältigen das zusammen.» Justin Njinmah klagte: «Es fühlt sich wie eine Niederlage an.» Frankfurt wechselte aufgrund einer Verletzung auf ein 3-4-2-1-System und brachte vier neue Spieler.