Der FC Augsburg hat in der WWK-Arena gegen den 1. FC Union Berlin mit 1:1 unentschieden gespielt. Alexis Claude-Maurice erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das Führungstor aus 27 Metern, doch Marin Ljubičić glich in der Unterzahl aus. Augsburger Fans protestierten gegen die Ansetzung am Donnerstagabend.
Die Partie der 17. Bundesliga-Spieltag fand am Donnerstagabend in der WWK-Arena in Augsburg statt und lockte 27.267 Zuschauer an. Der FC Augsburg, Tabellenneunter mit 15 Punkten, traf auf Union Berlin, das mit 23 Zählern auf Platz neun stand. Das Spiel begann ausgeglichen mit vielen Zweikämpfen.
Nach etwa 30 Minuten unterbrachen Augsburger Fans die Partie, indem sie kleine Bälle auf den Rasen warfen. Auf einem Banner kritisierten sie die 'zerstückelten Spieltage' in der Liga. Die Unterbrechung dauerte mehrere Minuten.
Kurz vor der Pause erzielte Alexis Claude-Maurice in der 45.+6. Minute ein sehenswertes Tor mit einem Fernschuss aus 27 Metern zur 1:0-Führung. Der 27-jährige Franzose hatte in der 59. Minute auch einen Freistoß am Pfosten landen. In der Schlussphase erhielt Unions Derrick Köhn in der 89. Minute die Rote Karte wegen groben Foulspiels.
Trotz Unterzahl gelang Union in der 90.+2. Minute der Ausgleich durch den eingewechselten Marin Ljubičić. 'Am Ende ist das Tor, das wir gemacht haben, verdient gewesen. Es zeigt, dass die Mannschaft Moral hat', sagte Unions Geschäftsführer Horst Heldt. Mittelfeldspieler Rani Khedira lobte die Mentalität: 'Die Moral stimmt, den Punkt nehmen wir gerne mit.'
Augsburg stellte zudem einen Vereinsrekord auf: Erstmals seit 2014 blieben sie über 360 Minuten ohne Heimgegentor. Union beendete die Hinrunde einen Tag nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Steffen Baumgart.