RB Leipzig hat am Freitagabend die erste Niederlage in einer erfolgreichen Serie eingesteckt und mit 1:3 gegen Union Berlin verloren. Die Berliner beendeten damit ihre Stürmertorfunkel und distanzieren sich von der Abstiegszone. Für Leipzig droht ein größerer Rückstand zur Tabellenspitze.
Am Auftakt des 14. Spieltags der Fußball-Bundesliga hat 1. FC Union Berlin RB Leipzig mit 3:1 (0:0) besiegt. Die Partie in der Alten Försterei war in der ersten Halbzeit zerfahren, beide Teams fanden nur mühsam ins Spiel. Größter Aktivposten der Leipziger war der 19-jährige Yan Diomande, der mit schnellen Antritten und Dribblings die Berliner Defensive beschäftigte. Torwart Frederik Rönnow verhinderte jedoch sein Tor nach einem Solo in der 16. Minute.
Union setzte auf lange Bälle, die RB problemlos klärte. Die zweite Halbzeit wurde intensiver mit vielen Zweikämpfen. In der 57. Minute erzielte Ex-Leipziger Oliver Burke das Führungstor, indem er Castello Lukeba austränzierte und zirkulierte. Kurz darauf glich der eingewechselte Tidiam Gomis mit seiner ersten Ballberührung aus (60.). Union konterte schnell: Christopher Trimmel flankte, und Ilyas Ansah köpfte zum 2:1 (64.). Tim Skarke sicherte den Sieg in der Nachspielzeit (90.+3).
Dies waren Unions erste Stürmertore seit dem 4. Spieltag. Trainer Steffen Baumgart hatte zuvor die Flaute kritisiert: »Das geht mir richtig auf die Eier.« Nach dem Sieg lobte er: »Wir haben gegen eine der formstärksten Mannschaften gespielt [...] und auf unsere Art und Weise ein Spiel nach Hause gefahren.« Leipzigs Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer räumte ein: »Das darf uns so nicht passieren. [...] Union hat das eiskalt ausgenutzt.«
Für RB war es der erste Rückschlag nach Erfolgen wie dem 6:0 gegen Frankfurt. Gewinnt Bayern am Sonntag, beträgt der Rückstand elf Punkte. Union bleibt ungeschlagen in Freitagabend-Heimspielen seit September 2019 und vergrößert den Abstand zur Abstiegszone.