Eintracht Frankfurt hat in der Champions League vorzeitig das Handtuch geworfen. Trotz einer 2:1-Führung verlor das Team des Interimtrainers Dennis Schmitt mit 2:3 gegen FK Qarabag Agdam in Baku. Mit nur vier Punkten ist der Ausstieg besiegelt.
Eintracht Frankfurt bleibt im Jahr 2026 sieglos und ist vorzeitig aus der Champions League ausgeschieden. Das Team von Interimstrainer Dennis Schmitt, der erst seit drei Tagen im Amt ist, unterlag am Abend in Baku mit 2:3 (1:1) beim FK Qarabag Agdam. Vor rund 30.000 Zuschauern erzielten Can Uzun (10. Minute) und Fares Chaibi (78., Foulelfmeter) die Treffer für die Gäste. Camilo Duran (4. und 80. Minute) und Bahlul Mustafazada (90.+4) sorgten für den Sieg der Gastgeber.
Das letzte Gruppenspiel gegen Tottenham Hotspur am nächsten Mittwoch um 21 Uhr hat nun keine Relevanz mehr, da der Rückstand mit vier Punkten zu groß ist. Die Eintracht-Fans durften nicht reisen: Die Uefa verhängte einen Fan-Ausschluss nach Vorfällen beim Spiel gegen FC Barcelona im Dezember, bei denen Gegenstände geworfen, Feuerwerkskörper gezündet und Sachschäden verursacht wurden.
„Das kann nicht sein, dass wir wieder so spät zwei Gegentore bekommen. Wir kriegen jedes Spiel drei Gegentore. Dann wird es einfach schwer, Spiele zu gewinnen“, sagte Ansgar Knauff bei DAZN. „Es ist einfach sehr, sehr ärgerlich.“ Sportvorstand Markus Krösche ergänzte: „Du kannst in so kurzer Zeit nicht wirklich was machen. Es ist wichtig, dass wir die Balance besser hinbekommen.“
Der Kontrast auf den Bänken war krass: Schmitt traf auf Qarabag-Trainer Gurban Gurbanov mit 18 Jahren Amtszeit. Die Defensive der Eintracht schlief früh ein, als Duran nach einem Fehlschuss von Leandro Andrade zum 1:0 traf. Uzun glich schnell aus, indem er den Ball im Strafraum eroberte und links ins Eck traf. Torwart Kauã Santos, der das Vertrauen behielt, parierte später Schüsse von Duran und Joni Montiel.
Nach der Pause kippte das Spiel: Ein Elfmeter für Chaibi brachte Frankfurt in Führung, doch Duran und Mustafazada drehten es um. Verletzungen plagten die Gäste, darunter ein Schlag auf Nathaniel Browns Knie und eine blutende Nase bei Rasmus Kristensen. Jonathan Burkardt fehlt verletzt, Arnaud Kalimuendo ist nicht gemeldet. Die Nachfolge von Ex-Trainer Dino Toppmöller bleibt offen; Marco Rose gilt als Kandidat.