Der FSV Mainz 05 hat mit einem 2:0-Sieg gegen Samsunspor erstmals in der Vereinsgeschichte das Achtelfinale eines internationalen Wettbewerbs erreicht. Die Tore erzielten Kapitän Silvan Widmer und Nadiem Amiri, während Trainer Urs Fischer ein erfolgreiches Heimdebüt feierte. Trotz des Tabellenkellers in der Bundesliga markiert der Erfolg einen historischen Meilenstein.
Der FSV Mainz 05 hat in der UEFA Conference League einen Meilenstein gesetzt. Am Donnerstagabend besiegte das Team den türkischen Erstligisten Samsunspor mit 2:0 (1:0) in der ausverkauften Mewa Arena vor 33.000 Zuschauern und zog damit erstmals ins Achtelfinale eines europäischen Wettbewerbs ein. Die Rheinhessen umgehen die Playoff-Runde im Februar und starten die K.o.-Phase am 12. März erneut.
Unter dem neuen Trainer Urs Fischer, der sein erstes Heimspiel leitete, zeigten die Mainzer von Beginn an Überlegenheit. Nationalspieler Nadiem Amiri, der nach einer Verletzungspause zurückkehrte, verpasste bereits in der 11. Minute eine Großchance, als sein Schuss aus acht Metern abgeblockt wurde. Torwart Daniel Batz verhinderte auf der Gegenseite einen Rückstand gegen Emre Kılınç. Kurz vor der Pause erzielte Kapitän Silvan Widmer das 1:0 mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel (44. Minute).
Nach der Halbzeit sorgte ein Handspiel des Samsunspor-Verteidigers Rick van Drongelen im Strafraum für einen Elfmeter, den Amiri sicher verwandelte (49. Minute). Die Mainzer Abwehr hielt stand, und Samsunspor kam zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Der Gegner wird von dem deutschen Trainer Thomas Reis trainiert, der zuvor bei VfL Bochum und Schalke 04 arbeitete.
Dieser Erfolg kam nach einem überraschenden 2:2 beim FC Bayern München am vergangenen Wochenende und zwei Unentschieden unter Fischer. Allerdings fehlten aufgrund von Sperre und Verletzungen Spieler wie Nikolas Veratschnig, Sota Kawasaki, Robin Zentner und Phillipp Mwene. In der Bundesliga bleibt Mainz Tabellenletzter und trifft am Sonntag im Abstiegskampf auf den FC St. Pauli.