Holstein Kiel hat am Samstag im Holstein-Stadion mit 1:2 gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth verloren. Nach einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage machten defensive Fehler den Unterschied. Trainer Marcel Rapp kritisierte die Leistung als zu wenig für die eigenen Ansprüche.
Die Partie im Holstein-Stadion vor 11.594 Zuschauern begann für Holstein Kiel dominant, doch echte Chancen blieben aus. Im ersten Halbzeitabschnitt zeigte die KSV hohe Ballbesitzquote, aber Lethargie in der Offensive. Steven Skrzybski verfehlte knapp per Schuss aus 16 Metern (32.).
Der zweite Durchgang startete katastrophal: David Zec ließ den Ball vor der Grundlinie ablaufen, Aaron Keller nutzte den Fehler und traf aus spitzem Winkel zur 0:1-Führung für Fürth (50.). Trainer Marcel Rapp reagierte mit Wechseln: Adrian Kapralik und Aldin Jakupovic kamen für Niklas Niehoff und Jonas Therkelsen (59.). Kurz darauf glich Jonas Meffert aus, als Lasse Rosenboom von rechts aufspielte und Meffert traf (60.).
Doch Holstein Kiel verschenkte erneut: Umut Tohumcu foulete im Strafraum Aiman Dardari, Noel Futkeu verwandelte den Elfmeter zum 1:2 (77.). Trotz späten Bemühungen blieb der Ausgleich aus. Kapitän Steven Skrzybski nannte es „die dämlichste Niederlage der Saison“. Jonas Meffert sagte: „Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben eine Riesenchance vertan.“ Rapp ergänzte: „Wir schenken dem Gegner zwei Tore durch dämliche Aktionen [...] Für unsere Ansprüche war dieser Auftritt deutlich zu wenig.“ Gästetrainer Heiko Vogel blieb optimistisch: „Ich mache mir keine Sorgen um Holstein Kiel. Sie werden die Klasse halten.“
Diese Niederlage gegen den Letzten der Tabelle gefährdet Holsteins Abstiegsdistanz. Nächster Test: Viertelfinale DFB-Pokal gegen VfB Stuttgart am Mittwoch.