Ian Tuasons Debüt-Horrorfilm 'Undertone', vertrieben von A24, hatte Premiere auf dem Sundance Film Festival und wird als gruseligster Film des Jahres 2026 gefeiert. Der Low-Budget-Found-Audio-Horror verbindet visuelle und akustische Schrecken für eisige Erlebnisse. Kinostart ist am 13. März 2026 geplant.
Angst entsteht oft aus dem Unsichtbaren, ein Prinzip, das Regisseur Ian Tuason in seinem Debütfilm 'Undertone' meisterhaft nutzt. Bei der Premiere auf dem Sundance Film Festival 2026 verbindet der Film Found-Footage-Realismus mit innovativem Sounddesign, um das zu schaffen, was Kritiker als das schrecklichste Kinoerlebnis des Jahres bezeichnen. In Tuasons kanadischer Heimat gedreht und angesiedelt, folgt 'Undertone' Evy (Nina Kiri), einer jungen Frau, die ihr Leben unterbricht, um für ihre stumme und komatöse Mutter (Michèle Duquet) zu sorgen. Evy moderiert zusammen mit ihrem Freund Justin (Adam DiMarco), der in London lebt, den Podcast 'The Undertone'. Wegen des Zeitunterschieds finden Aufnahmen um 3 Uhr morgens statt. Das Podcast-Format stellt Justins Glauben ans Übernatürliche dem Skeptizismus von Evy gegenüber, wobei Justin in jeder Folge übernatürliche Beweise vorlegt, die Evy entkräftet. In einer Folge teilt Justin eine anonyme E-Mail mit zehn Audiodateien über ein frisch verheiratetes Paar, Jessa (Keana Lyn Bastidas) und Mike (Jeff Yung). Das Paar nahm seinen Schlaf auf, nachdem es nächtliche Geräusche gehört hatte. Sound-Designer David Gertsman schafft außergewöhnlich gruselige akustische Szenen, in denen das Publikum Evy allein zu Hause beim Zuhören sieht, während es die grausamen Erlebnisse des Paares hört. Tuason schöpft aus persönlicher Inspiration: seinen Erfahrungen bei der Pflege seiner kranken Eltern während der COVID-19-Pandemie, wie Produzenten bei der Sundance-Premiere erwähnten. Dies verleiht dem Film emotionale Tiefe und beleuchtet Evys inneren Konflikt als Skeptikerin, aufgewachsen bei einer tiefreligiösen Mutter – eine Dynamik, die an Dana Scully aus 'The X-Files' erinnert. Nina Kiri liefert eine herausragende Leistung und trägt den Film trotz audio-lastiger Elemente. Der Film integriert reale übernatürliche Lore, einschließlich einer Dämonenreferenz ähnlich der in William Friedkins 'The Exorcist', und nutzt Backmasking, um versteckte Botschaften in umgekehrtem Audio zu enthüllen. Obwohl kein reiner Analog-Horror, verstärken diese Techniken die Greifbarkeit und den Schrecken. Lange, anhaltende Einstellungen leerer dunkler Räume ergänzen den Sound und rechtfertigen den visuellen Anteil gegenüber einem reinen Audio-Format. 'Undertone' ängstigt nicht nur, sondern weckt auch universelle Ängste, indem es persönlichen Verlust mit Übernatürlichem zu einer wirklich beunruhigenden Erzählung verschmilzt.