A24s 'undertone' sorgt für auditive Schauer bei Sundance

A24s Horrorfilm 'undertone' hatte Premiere in der Midnight-Sektion des Sundance Film Festivals und erhielt Lob für den innovativen Einsatz von Klang statt Bild. Regie führte der Debütregisseur Ian Tuason, der Film folgt Podcastern, die unheimliche Audiodateien entdecken, die mit dem Schicksal eines schwangeren Paares verbunden sind. Er baut Spannung durch psychologische Suspense auf statt typische Genreklischees.

Der Film 'undertone', der das Spielfilmregiedebüt von Ian Tuason markiert, lief in der Midnights-Reihe des Sundance Film Festivals an einem Samstagabend. Zuvor hatte er den Publikumspreis beim Fantasia Film Festival letzten Sommer gewonnen. Von A24 vertrieben, ist der Film für einen breiteren Kinostart am 13. März 2026 vorgesehen, mit einer Laufzeit von 1 Stunde und 34 Minuten. Tuason ließ sich von persönlichen Erfahrungen inspirieren, als er während der Pandemie seine sterbenden Eltern in Toronto pflegte. Seine Mutter starb nach wenigen Monaten, sein Vater folgte zwei ein halb Jahre später. Diese Ereignisse, einschließlich beobachtete Halluzinationen, prägten die Geschichte, die Tuason in seinem Kindheitsheim als 'Micro-Horror' drehte. Davor schuf er 360-Grad-Horror-Kurzfilme auf YouTube sowie 3D-Videos und VR-Inhalte. Die Handlung dreht sich um die Podcasterin Evy Babic (Nina Kiri) und ihren Co-Moderator Justin (Stimme: Adam DiMarco). Ihre Show beleuchtet urbane Mythen, ungelöste Fälle und paranormale Aktivitäten. Sie erhalten 10 anonyme Audiodateien, die seltsame Vorkommnisse um ein verheiratetes Paar zeigen, bei dem die Frau schwanger ist. Justin glaubt ans Übernatürliche, Evy bleibt skeptisch – bis persönliche Ereignisse ihre Sichtweise herausfordern. Evy kämpft mit der Nüchternheit, der Pflege ihrer komatösen Mutter (Michele Duquet) und der Entdeckung ihrer eigenen Schwangerschaft mit einem unzuverlässigen Partner. Die Geschichte integriert Elemente wie Kinderreime rückwärts abgespielt, die verstörende dämonische Botschaften offenbaren, und Folklore über einen geisterhaften Dämon, der mit Totgeburten verbunden ist. Kritiker heben den Einsatz modernster Sounddesign hervor, um Grauen zu erzeugen, was den Film wie ein modernisiertes Hörspiel wirken lässt. Obwohl er gegen Ende bekannte Horror-Motive berührt, sticht er durch das Offenlassen vieler Details heraus. Produzenten Dan Slater und Cody Calahan unterstützten das Projekt, das psychologische Tiefe vor billigen Schreckmomenten stellt.

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