Vera Miaos Debütfilm ‘Rock Springs’ feierte Premiere in Sundances Midnight-Sektion mit Kelly Marie Tran als verwitweter Mutter, die historische Schrecken in Wyoming aufdeckt. Der Film verbindet eine gegenwärtige Geistergeschichte mit Rückblenden zum Rock-Springs-Massaker von 1885, bei dem mindestens 28 chinesische Immigranten-Bergleute getötet wurden. Benedict Wong leitet die historischen Sequenzen und betont rassistisches Trauma im amerikanischen Horror.
In ‘Rock Springs’ verkörpert Kelly Marie Tran Emily, eine vom Kummer gezeichnete Cellistin, die mit ihrer schweigsamen Tochter Gracie (Aria Kim) und ihrer Schwiegermutter (Fiona Fu) in eine abgelegene Hütte in Wyoming zieht. Der Umzug fällt mit dem Monat der hungrigen Geister zusammen, was Spannungen steigert, da Emily die traditionellen chinesischen spirituellen Rituale ihrer Schwiegermutter abtut. Bald deuten Visionen von Emilys verstorbenem Ehemann und unheimliche Begegnungen, einschließlich einer gruseligen Antiquitätenpuppe, darauf hin, dass das Haus heimgesucht ist. Die nahegelegenen Wälder bergen weitere Gefahren mit wachenden Augen und greifenden Händen. Die Erzählung wechselt mittendrin dramatisch und springt 140 Jahre zurück zum realen Rock-Springs-Massaker von 1885. Benedict Wong spielt Ah Tseng, einen chinesischen Wander-Bergmann, der einen freien Tag mit seinen Neffen genießt, als eine Horde bewaffneter weißer Bergleute ihr Lager angreift. Kamerafrau Heyjin Jun fängt den Angriff mit treibenden, Handkamera-Aufnahmen ein, Schlamm auf der Linse verstärkt das Chaos. Diese Sequenz sticht durch ihre lebendige Spannung heraus, die spätere Szenen nicht erreichen. Regisseurin Vera Miao greift in ihrem ersten Spielfilm auf Horror-Klischees zurück, hebt den Film aber durch chinesische Mystik und historische Präzision hervor. Er beleuchtet begrabene Hassverbrechen und moderne Mikroaggressionen gegenüber Asiatisch-Amerikanern. Im Supporting Cast: Jimmy O. Yang, Ricky He, Cardi Wong und Tanja Dixon-Warren. Der 97-minütige Film von Macro Film Studios u. a. mit Schnitt von David Marks und Musik von Robert Aiki Aubrey Lowe. In London am 21. Januar 2026 vor der Sundance-Premiere rezensiert, warnt der Film: Füttert die Geister nicht, aber fürchtet sie auch nicht. Er passt in ein Subgenre des Horrors, das von rassistischem Trauma getrieben wird, und profitiert von Trans angespannter Leistung und einer moody Ortsstimmung.